Ein in den sozialen Medien kursierendes Video sorgt aktuell für Aufsehen in der Welser Stadtpolitik. Das Videomaterial, das auf der Plattform TikTok geteilt wurde, zeigt eine ausländische Personengruppe im Welser Volksgarten. Aufgrund der martialischen Darstellung und der arabischen Sprache reagiert die Stadt Wels nun mit konkreten Sicherheitsmaßnahmen. Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß (FPÖ) bezog dazu am Dienstag in einer schriftlichen Stellungnahme klar Stellung.
Einbestellung des Account-Betreibers
Der Vorfall wird vonseiten der Stadtführung nicht toleriert. „Das Video auf TikTok ist mir seit heute bekannt“, erklärt Kroiß. Der Hauptakteur und Betreiber des betroffenen TikTok-Accounts sei bereits direkt von ihm kontaktiert und zu einem persönlichen Termin im Rathaus vorgeladen worden.

Erhöhter Überwachungsdruck im Volksgarten
Um das Sicherheitsgefühl der Welser Bevölkerung zu wahren, wurden die Kontrollinstanzen vor Ort sofort instruiert. Die Ordnungswache der Stadt Wels GmbH sowie ein privates Sicherheitsunternehmen haben die schriftliche Anweisung erhalten, den Bereich im Volksgarten ab sofort verstärkt zu überwachen.
Sollte die Gruppe im Park angetroffen werden, erfolgt eine direkte Ansprache durch die Einsatzkräfte. Den Personen werde unmissverständlich klargemacht, dass derartige martialische Videos in arabischer Sprache unerwünscht sind. Kroiß betont die Notwendigkeit dieses Schrittes: „Schließlich werden dadurch Sorgen und Ängste bei der Bevölkerung hervorgerufen.“
Verfassungsschutz prüft islamistischen Hintergrund
Da die genauen Hintergründe und Absichten der Gruppe noch unklar sind, wurde das Videomaterial an offizielle Ermittlungsbehörden weitergeleitet. Das Video erging an den Verfassungsschutz mit der expliziten Bitte um Überprüfung, ob ein islamistischer Hintergrund vorliegt.
Für den Welser Sicherheitsreferenten gibt es in dieser Frage eine klare rote Linie: „Die öffentlichen Freizeit- und Sportflächen in der Stadt Wels dürfen nicht zu Missionierungsplätzen für Islamismus werden. Denn eines steht fest: Islamismus hat in unserer Stadt nichts verloren.“

