Dachgeschoß des Gymnasiums Dr.-Schauer-Straße könnte ausgebaut werden – Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat
Mehr Platz für Schülerinnen und Schüler an den bestehenden Gymnasien: Die ÖVP Wels will prüfen lassen, wie zusätzliche Klassenräume geschaffen werden können. Im Mittelpunkt steht dabei das bislang nicht ausgebaute Dachgeschoß des Gymnasiums in der Dr.-Schauer-Straße. Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag soll in der Gemeinderatssitzung am Montag, 19. Oktober, eingebracht werden.
Bereits im April 2026 hatte sich der Welser Gemeinderat mit breiter Mehrheit für ein zusätzliches Gymnasium in Wels ausgesprochen und eine entsprechende Resolution an die Bundesregierung und Bildungsminister Christoph Wiederkehr gerichtet. Das Bildungsministerium erteilte dem Vorhaben jedoch eine Absage. In der Gemeinderatssitzung am 6. Juli wurde die Stellungnahme verlesen. Demnach lasse sich auf Grundlage der vorliegenden Daten derzeit keine Notwendigkeit für die Errichtung eines weiteren Gymnasiums in Wels ableiten.
Bestehende Standorte stärken
Gleichzeitig verwies das Ministerium auf bereits gesetzte Maßnahmen an den bestehenden Schulstandorten. Um auf die steigenden Schülerzahlen zu reagieren, wurde sowohl am Gymnasium Brucknerstraße als auch am Gymnasium Dr.-Schauer-Straße eine zusätzliche erste Klasse aufgenommen.
Daran knüpft die ÖVP Wels nun an. Mit dem neuen Antrag soll Bildungsminister Wiederkehr ersucht werden, mögliche Erweiterungen der bestehenden Gymnasien zu prüfen und dadurch zusätzliche Klassenräume zu schaffen. Besonderes Augenmerk gilt dem Dachgeschoß des Gymnasiums Dr.-Schauer-Straße, das bislang nicht ausgebaut ist und Potenzial für weitere Unterrichtsräume bieten könnte.
Rascher und kostengünstiger als ein Neubau?
Aus Sicht der Antragsteller könnte ein Ausbau bestehender Gebäude rascher und kostengünstiger umsetzbar sein als die Errichtung eines neuen Gymnasiums. Zudem soll die Prüfung mit der vom Bildungsministerium angekündigten Evaluierung der bisherigen Kapazitätserweiterungen verbunden werden. Dabei könnte auch untersucht werden, wie der zusätzliche Raumbedarf langfristig gedeckt werden kann.

„Jedes Kind verdient die Chance, seine Talente zu entfalten. Wer die Gymnasialreife hat, soll in Wels auch einen Platz im Gymnasium bekommen. Es wäre schade, wenn das an fehlenden Klassenzimmern scheitert“, betont Stadtrat Dr. Martin Oberndorfer.
Ob und in welcher Form die bestehenden Welser Gymnasien erweitert werden können, soll nun durch die angeregte Prüfung geklärt werden.

