Heißluftballon als Botschafter unterwegs – sechs Gartenwelten nehmen Gestalt an – 300.000 Blumenzwiebeln für ein Blütenmeer im Frühjahr

Sechs Monate vor der Eröffnung der OÖ Landesgartenschau Wels 2027 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In allen sechs Gartenwelten wird gebaut, gestaltet und gepflanzt. Neue Themengärten, ein begehbares Heckenlabyrinth, ein naturnahes Fußtrittbecken und eine Flugvoliere zählen zu den zahlreichen Projekten, die bis zur Eröffnung am 2. April 2027 fertiggestellt werden sollen. Einen besonderen Blick auf den Fortschritt ermöglicht der neue Heißluftballon der „Stadt der Gärten“, der seit Anfang Oktober als weithin sichtbarer Botschafter in Oberösterreich unterwegs ist.
Bei einer Ballonfahrt am 15. Oktober überzeugte sich Bürgermeister Andreas Rabl von den Fortschritten bei der Gestaltung der sechs Gartenwelten.
„Für die nächstjährige Landesgartenschau ist es wirklich höchste Zeit zum In-die-Luft-Gehen! Denn diese Ballonfahrt vermittelt aus der Vogelperspektive bestens, was in den sechs künftigen Gartenwelten schon alles an Vorbereitungsarbeiten passiert ist“, betonte Rabl. Überall werde eifrig gebaut, gegraben und gepflanzt, damit Wels rechtzeitig zur Eröffnung Anfang April 2027 zur „Stadt der Gärten“ werde.

Auch Geschäftsführer DI Gottfried Struggl sieht die Entwicklung positiv: Die großen Strukturen seien bereits erkennbar. Nun entstünden jene Details und besonderen Erlebnisse, die jeder der sechs Gartenwelten ihren eigenen Charakter verleihen sollen.
Volksgarten: Neue Themen- und Schaugärten entstehen
Der mehr als zehn Hektar große Volksgarten bildet das Herzstück der Landesgartenschau und ist zugleich ein bedeutendes Stadtentwicklungsprojekt. Auf dem ehemaligen Messegelände wurden rund 40.000 Quadratmeter Fläche entsiegelt und in neue Grün- und Freiräume umgewandelt. 520 neue Bäume und rund 1.000 Gehölze wurden bereits gepflanzt.

Der neue Spielplatz, der #glaubandich Sportpark, ein Rundweg und der rund 1.400 Quadratmeter große Seerosenteich mit seinem 72 Meter langen Steg machen die Veränderungen schon jetzt sichtbar. Die Angebote werden von der Bevölkerung gut angenommen. Der Volksgarten soll noch bis Mitte Dezember besucht werden können.
Parallel dazu entstehen die Themengärten, darunter ein Kunst-, Wasser- und Vertikalgarten. Auch die Schaugärten nehmen Gestalt an. Ein Beispiel ist der rund 750 Quadratmeter große Siedlergarten, der gemeinsam mit dem Siedlerverein Wels/Marchtrenk gestaltet wird. Er soll Anregungen für naturnahes Gärtnern sowie für die Gestaltung von Gärten, Balkonen und Terrassen bieten.
Waldgarten: Lebendes Heckenlabyrinth am Reinberg
Am Reinberg entsteht ein besonderes Highlight des Waldgartens: Noch im Oktober sollen rund 600 Hainbuchen mit einer Höhe von jeweils drei Metern zu einem lebenden Heckenlabyrinth gepflanzt werden.
Im Zentrum befindet sich bereits ein elf Tonnen schwerer Findling, der noch goldfarben gestaltet wird. Er symbolisiert den „Goldschatz“, den die Besucher am Ende ihrer Suche durch das Labyrinth entdecken sollen. Fünf weitere, jeweils rund sechs Tonnen schwere Felsen wurden ebenfalls bereits platziert.

Das Labyrinth ist Teil der Erzählung „Der Reinberg und das Gold des Lebens“. Historische Bezüge, lokale Sagen, Märchen und Naturerlebnisse verbinden sich dabei zu einem begehbaren Erlebnisraum. Das „Gold des Lebens“ steht sinnbildlich für den Wert von Natur, Begegnungen, Erinnerungen und gemeinsamen Erlebnissen.
Auch eine neue Aussichtsplattform ist geplant. Sie soll künftig einen besonderen Blick über Wels und auf den neuen Volksgarten ermöglichen. Die Bauarbeiten beginnen noch heuer, der Steg soll Anfang 2027 errichtet werden.
Stadtgarten: Kneippen am Mühlbach
Im Stadtgarten entlang des Mühlbachs ist ein naturnahes Fußtrittbecken entstanden. Eingebettet in Naturstein und Ufervegetation soll es künftig zum Wassertreten nach der Kneipp-Methode einladen. Im Herbst folgen weitere Bepflanzungen und Arbeiten im Umfeld.
Direkt gegenüber entsteht mit dem Sensorikgarten ein weiteres Angebot. Dort sollen Besucher Pflanzen künftig mit allen fünf Sinnen entdecken können.
Tiergarten: Neue Lebensräume und eine Flugvoliere
Auch im ältesten Tiergarten Oberösterreichs schreitet die umfassende Erneuerung voran. Bestehende Gehege werden modernisiert, eine neue begehbare Flugvoliere und ein neugestalteter Haustierbereich entstehen.
Zusätzlich werden die Freiflächen mit neuen Pflanzen sowie Spiel-, Aufenthalts- und Begegnungsbereichen gestaltet. Die Arbeiten erfolgen schrittweise von Norden nach Süden und sollen rechtzeitig zur Eröffnung der Landesgartenschau abgeschlossen sein.
Der Tiergarten bleibt während der Bauarbeiten über den Eingang Herminenhof zugänglich und kann auch im Herbst und Winter besucht werden.
Traungarten: Neue Ausblicke auf die Traun
Mit der Welser Bucht ist bereits ein neuer Zugang zur Traun entstanden. Sitzstufen direkt am Wasser und Spazierwege laden dazu ein, das Flussufer für Bewegung, Begegnung und Erholung zu nutzen.
Bis Jahresende sind weitere Arbeiten vorgesehen. Der Erholungssteg wird neugestaltet, zusätzliche Flächen werden angesät und durch gezieltes Zurücknehmen von Gehölzen sollen neue „Traunfenster“ entstehen. Sie eröffnen zusätzliche Ausblicke auf den Fluss und stärken die Verbindung zwischen Stadt und Natur.
Burggarten: Blumenwirbel und Hightech-Garten
Im historischen Burggarten sorgen die sogenannten Blumenwirbel für besondere Blütenakzente. Im Herbst gepflanzte Pfingstrosen sollen im kommenden Frühjahr und Frühsommer für zusätzliche Farbtupfer sorgen.
Gemeinsam mit der FH OÖ Campus Wels entsteht außerdem ein Hightech-Garten. Er soll zeigen, wie moderne Technologien und innovative Lösungen die Gestaltung und Nutzung von Gärten künftig beeinflussen können.
300.000 Blumenzwiebeln für den Frühling
Neben den Bauarbeiten prägen derzeit umfangreiche Pflanzungen das Welser Stadtbild. Im Pollheimerpark, im Stadtgarten und im Burggarten werden Stauden gesetzt. Weitere Ansaaten sind unter anderem im Traungarten und im Tiergarten vorgesehen.
Für ein farbenprächtiges Blütenmeer zur Eröffnung sollen rund 300.000 Blumenzwiebeln sorgen, die im Herbst in die Erde kommen. Das entspricht etwa dem Zehnfachen jener Menge, die die Welser Stadtgärtnerei in einem gewöhnlichen Jahr pflanzt.
Sechs Gartenwelten, 178 Tage Landesgartenschau
Am 2. April 2027 öffnet die OÖ Landesgartenschau Wels 2027 ihre Tore. Auf insgesamt 22 Hektar werden der Volksgarten, Tiergarten, Traungarten, Burggarten, Stadtgarten und Waldgarten zur ersten urbanen Landesgartenschau Österreichs verbunden.
Die sechs Gartenwelten setzen unterschiedliche Schwerpunkte – von Gartenkunst und urbanem Grün über Tier- und Naturerlebnisse bis hin zu Wald und Wasser. Während der 178 Veranstaltungstage stehen Gartenkunst, Natur, Kultur, Kulinarik und Begegnung im Mittelpunkt. Ein besonderes Highlight ist die Floralia in der Minoritenkirche mit 14 wechselnden Floristikausstellungen.
Trägerin der Landesgartenschau ist die Volksgarten Wels GmbH & Co KG, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Wels. Mit der Veranstaltung sollen nachhaltige Impulse für die Stadtentwicklung, den Tourismus und die Lebensqualität gesetzt werden.
Tickets ab Dezember erhältlich
Dauerkarten und Eintrittskarten für die OÖ Landesgartenschau Wels 2027 sollen ab Dezember 2026 erhältlich sein. Weitere Informationen gibt es auf www.stadt-der-gaerten.at.


