Mehr als 300 Kilometer Reichweite, kurze Betankungszeiten und ein weiterentwickeltes Brennstoffzellensystem: Toyota und Isuzu treiben gemeinsam die Entwicklung wasserstoffbetriebener Busse für den öffentlichen Nahverkehr voran.


Toyota hat die neue Generation des Brennstoffzellen-Linienbusses Sora vorgestellt. Das gemeinsam mit Isuzu entwickelte Fahrzeug soll die Anforderungen des täglichen Einsatzes im öffentlichen Personennahverkehr erfüllen und die Wasserstoffmobilität im Busverkehr weiter voranbringen. Im Mittelpunkt stehen eine verbesserte Effizienz, eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern sowie eine auf den Linienbetrieb abgestimmte Ausstattung.

Mehr Reichweite trotz kleinerer Wasserstoffspeicher
Die neue Sora-Generation verbindet Toyotas Brennstoffzellentechnologie mit einer speziell für den öffentlichen Personentransport ausgelegten Busplattform. Gegenüber dem Vorgängermodell wurde die Effizienz des Antriebssystems weiterentwickelt. Dadurch erreicht der Bus laut Hersteller trotz einer um rund 20 Prozent reduzierten Wasserstoffspeicherkapazität eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern mit einer Tankfüllung.
Dazu tragen das weiterentwickelte Brennstoffzellensystem und eine leistungsfähige Traktionsbatterie bei. Die Wasserstoffbetankung soll rund zehn Minuten dauern. Damit will Toyota eine hohe Fahrzeugverfügbarkeit ermöglichen und die Anforderungen eines eng getakteten Linienbetriebs unterstützen.

Ausstattung für den täglichen Linienbetrieb
Auch bei der Fahrzeugausstattung standen die Bedürfnisse von Verkehrsbetrieben und Fahrgästen im Fokus. Der Bus verfügt über einen stufenlosen Niederflurbereich und unterschiedliche Bestuhlungsvarianten für den Stadt- und Regionalverkehr. Moderne Assistenz- und Sicherheitssysteme sollen den Fahrer unterstützen und die Sicherheit im täglichen Betrieb erhöhen.
Die kompakte Integration des Brennstoffzellensystems soll zudem Wartungsarbeiten erleichtern. Zu den weiteren Sicherheitsfunktionen zählen ein Notfall-Stopp-System sowie ein Monitoringsystem zur Erkennung von Fußgängern und Radfahrern.
Toyota setzt auf Wasserstoff als Teil des Antriebsmixes
Mit der neuen Sora-Generation setzt Toyota seine Aktivitäten im Bereich der Wasserstoffmobilität fort. Nach Unternehmensangaben hat der Konzern seit 2019 weltweit mehr als 3.500 Brennstoffzellensysteme für unterschiedliche Anwendungen bereitgestellt. Dazu zählen neben Bussen auch Schienenfahrzeuge und stationäre Energieversorgungssysteme.
Die Weiterentwicklung des Sora zeigt, dass Wasserstoff im öffentlichen Verkehr insbesondere dort eine Rolle spielen kann, wo kurze Betankungszeiten und eine hohe Fahrzeugverfügbarkeit gefragt sind. Ob sich die Technologie im breiten Einsatz durchsetzt, hängt allerdings auch von den Kosten, der verfügbaren Wasserstoffinfrastruktur und der wirtschaftlichen Ausgestaltung des jeweiligen Verkehrsbetriebs ab. | PR (+)

