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Verkehrsberuhigung in der Friedhofstraße: FPÖ und Grüne fordern Maßnahmen zum Schutz der Anrainer

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Geplante Parkplatzerrichtung und künftiges Betriebsbaugebiet sorgen bei Anrainern für Diskussionen. FPÖ und Grüne bringen konkrete Vorschläge zur Verkehrsberuhigung und Verbesserung der Verkehrssicherheit ein.

Die geplante Entwicklung im Bereich der Friedhofstraße beschäftigt die Anrainer. Bei einer Bürgerversammlung am 28. September bei der Gärtnerei Dopetsberger standen insbesondere die möglichen Auswirkungen eines temporären Parkplatzes sowie des künftig geplanten Betriebsbaugebiets auf das Verkehrsaufkommen im Mittelpunkt. Befürchtet wird unter anderem eine Zunahme des Schwerverkehrs in der Friedhofstraße.

FPÖ und Grüne greifen die Anliegen der Anrainer auf und sprechen sich für zusätzliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Verkehrssicherheit aus. Bei den konkreten Vorschlägen gibt es Überschneidungen, aber auch unterschiedliche Schwerpunkte.

FPÖ bringt Antrag im Gemeinderat ein

Die FPÖ-Gemeinderatsfraktion hat einen Antrag für die kommende Gemeinderatssitzung eingebracht. Darin wird der Mobilitätsreferent ersucht, mehrere Maßnahmen gemeinsam mit den zuständigen Fachdienststellen zu prüfen und die verkehrsrechtlichen Voraussetzungen für deren Umsetzung abzuklären.

Konkret geht es um drei Punkte: eine Wiedereinführung der 30-km/h-Beschränkung für Lkw über 3,5 Tonnen in der Friedhofstraße, die Reaktivierung der Radarkabine sowie die Prüfung eines Lkw-Fahrverbots bis zur Flugplatzstraße, wobei Ziel- und Quellverkehr ausgenommen werden sollen.

Damit soll insbesondere der Durchzugsverkehr schwerer Lkw reduziert werden. Gleichzeitig müsse darauf geachtet werden, dass die geplanten Entwicklungen im Bereich der Friedhofstraße nicht zu einer unverhältnismäßigen zusätzlichen Belastung für die Anrainer führen.

„Die geplanten Entwicklungen in der Friedhofstraße erfordern eine vorausschauende Verkehrsplanung. Unser Ziel ist es, die berechtigten Anliegen der Anrainer ernst zu nehmen und rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu setzen, damit Sicherheit und Lebensqualität nachhaltig gewährleistet werden“, erklärt FPÖ-Stadtparteiobmann und Vizebürgermeister Gerhard Kroiß.

Grüne setzen auf Verkehrsberuhigung und sichere Querung

Auch die Grünen Wels sprechen sich für eine Verkehrsberuhigung im Bereich der Eisenbahnersiedlung aus. Verkehrssprecherin und Fraktionsobfrau Miriam Faber verweist auf den Austausch mit den Anrainerinnen und Anrainern und sieht vor allem bei der Verkehrssicherheit Handlungsbedarf.

Eine zentrale Forderung der Grünen ist ein sicherer Fußgängerübergang auf Höhe der Siedlung. Dieser solle nicht nur das Queren der Friedhofstraße erleichtern, sondern nach Ansicht Fabers auch dazu beitragen, den Verkehr zu entschleunigen.

Kritisch beurteilen die Grünen zudem die derzeit vorhandene Radarkasten-Attrappe. Faber fordert, diese entweder zu entfernen oder durch eine tatsächlich geeignete Maßnahme zur Verkehrsberuhigung beziehungsweise Geschwindigkeitskontrolle zu ersetzen.

Bushaltestelle beim neuen Parkplatz?

Einen weiteren Schwerpunkt setzen die Grünen beim öffentlichen Verkehr. Beim temporär neu errichteten Parkplatz könnte nach ihren Vorstellungen eine Bushaltestelle eingerichtet werden. Diese könnte insbesondere bei Großveranstaltungen genutzt werden und damit dazu beitragen, zusätzlichen Individualverkehr in diesem Bereich zu reduzieren.

Auch beim Schwerverkehr sehen die Grünen Handlungsbedarf. Bei Lkw über 3,5 Tonnen müsse geprüft werden, welcher Verkehr in diesem Bereich tatsächlich notwendig sei und wie unnötiger Schwerverkehr reduziert werden könne.

„Gerade in einem dicht besiedelten Bereich wie der Eisenbahnersiedlung muss genau geprüft werden, welcher Schwerverkehr hier tatsächlich notwendig ist und wie unnötiger Lkw-Verkehr reduziert werden kann“, sagt Faber.

Unterschiedliche Vorschläge, gemeinsames Anliegen

Damit liegen von FPÖ und Grünen mehrere konkrete Vorschläge für die Friedhofstraße auf dem Tisch. Gemeinsam ist beiden Parteien das Anliegen, die Auswirkungen der geplanten Entwicklungen auf die Anrainer möglichst gering zu halten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Während die FPÖ mit ihrem Gemeinderatsantrag insbesondere Geschwindigkeitsbeschränkung, Radarkontrolle und eine mögliche Einschränkung des Lkw-Durchzugsverkehrs thematisiert, setzen die Grünen zusätzlich auf einen sicheren Fußgängerübergang, eine bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr und eine stärkere Verkehrslenkung.

Bei der Bürgerversammlung seien jedenfalls zahlreiche offene Fragen und Befürchtungen der Anrainer sichtbar geworden. Die weitere Entwicklung wird nun auch davon abhängen, welche verkehrsrechtlichen Maßnahmen geprüft und letztlich umgesetzt werden können.

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