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Schulbeginn bringt erhöhte Unfallgefahr auf den Straßen

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Mit dem Beginn des neuen Schuljahres kehren tausende Kinder auf die Straßen zurück. Für viele Schulanfängerinnen und Schulanfänger ist der tägliche Weg zur Schule eine völlig neue Erfahrung. Gleichzeitig steigt das Unfallrisiko. AUVA und KFV appellieren daher an Autofahrerinnen und Autofahrer, gerade rund um Schulen besonders aufmerksam zu sein und das Tempo zu reduzieren.

Die aktuellen Zahlen geben Anlass zur Sorge: Im Jahr 2025 wurden in Oberösterreich bei 102 Verkehrsunfällen insgesamt 110 Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg verletzt – teilweise schwer. Damit ist die Zahl der Schulwegunfälle im Vergleich zum Vorjahr um knapp 40 Prozent gestiegen.

„Die Zahl der Schulwegunfälle ist damit gegenüber dem Vorjahr um fast 40 Prozent gestiegen“, warnt DI Christian Kräutler, Verkehrsexperte des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). Besonders im Bereich von Schulen sei erhöhte Vorsicht notwendig. Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker müssten berücksichtigen, dass Kinder vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind.

„Langsamer fahren, Vorsicht walten lassen und für die Kinder mitdenken“, lautet daher der Appell des KFV.

Kinder können Verkehrssituationen schwerer einschätzen

Kinder bewegen sich anders im Straßenverkehr als Erwachsene. Sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht zuverlässig einschätzen, Verkehrsregeln nicht immer sicher einordnen und lassen sich zudem leichter ablenken.

Gerade in den ersten Wochen nach den Sommerferien ist die Situation besonders sensibel. Schulanfängerinnen und Schulanfänger sind vielfach erstmals allein unterwegs. Ältere Kinder müssen sich nach der Ferienpause wieder an ihre täglichen Wege gewöhnen.

Eine vorausschauende Fahrweise und eine entsprechend reduzierte Geschwindigkeit können deshalb entscheidend dazu beitragen, gefährliche Situationen zu vermeiden.

Auch Eltern sind gefordert: Sie können ihre Kinder unterstützen, indem sie den Schulweg bereits vor dem Schulstart gemeinsam abgehen und mögliche Gefahrenstellen besprechen. Dazu gehören etwa unübersichtliche Kreuzungen, Ausfahrten, Schutzwege oder stark befahrene Straßen.

2.600 Plakate für sichere Schulwege in Oberösterreich

Mit einer bundesweiten Plakataktion wollen AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und KFV die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmenden zum Schulbeginn erhöhen.

In Oberösterreich wurden 2.600 Plakate an die Gemeinden verteilt. Unter dem Slogan „Achtung Schule, bitte langsamer!“ sollen sie Autofahrerinnen und Autofahrer daran erinnern, ihr Tempo insbesondere im Umfeld von Schulen zu reduzieren.

„Die Plakate sollen alle Verkehrsteilnehmenden daran erinnern, dass sie das Verletzungsrisiko im Straßenverkehr reduzieren, wenn sie ihr Fahrverhalten entsprechend anpassen“, sagt Mag.a Maria Lesterl, Direktorin der AUVA-Landesstelle Linz. Mehr Rücksichtnahme und erhöhte Vorsicht seien notwendig, um die Unfallzahlen bei Kindern zu senken.

Die Aktion beschränkt sich nicht auf Oberösterreich. Auch in Tirol, Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland werden Gemeinden mit den Schulanfangsplakaten.

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