Der Storch hat im Tiergarten vorbeigeschaut – und das gleich viermal! Im Mai erblickten vier gesunde Jungstörche das Licht der Welt. Wie die aktuellen Fotos zeigen, entwickeln sich die Kleinen prächtig.

Die Familiengeschichte dahinter ist außergewöhnlich: Vater der Truppe ist unser bekannter „Freiflieger“. Der wilde Storch siedelte sich vor einigen Jahren freiwillig im Tiergarten an. Er verliebte sich damals nicht nur in eine der Storchendamen, sondern auch in den Tiergarten selbst. Seither verzichtet er auf die kräftezehrende Reise in den Süden und genießt stattdessen die tierische Vollpension.
Ein Nest mit Hindernissen
Dass es erst jetzt mit dem Nachwuchs geklappt hat, lag an den unterschiedlichen Lebensumständen des Paares. Die Stamm-Störche sind flugunfähige Tiere, die nach Unfällen in der Auffangstation Rust gepflegt und in Wels übernommen wurden. Der flugfähige Vater baute seine Nester anfangs auf den hohen Brutplätzen – für seine Partnerin unerreichbar. Nun hat sich die Storchendame jedoch durchgesetzt: Gebrütet wurde erfolgreich in einem tiefer gelegenen Nest.
Große Reise im Spätsommer
Wie geht es weiter? Man geht davon aus, dass die Jungstörche etwa im August ihren Instinkten folgen und in den Süden aufbrechen. Ob sie im nächsten Frühjahr zurückkehren, bleibt ein spannendes Geheimnis der Natur.


