Gleich zwei Mal geht es im Welser Stadtmuseum in beiden Häusern – Burg und Minoriten – im Juni um die Verbindung künstlerischer Gestaltung mit Historie.
Sonderpostamt in der Burg
Zum Sonderpostamt wird die Burg (Burggasse 13) am Freitag, 12. Juni von 10:00 bis 13:00 Uhr. Grund dafür sind zwei Jubiläen: Einerseits beteiligt sich Wels damit an der oberösterreichweiten Erinnerung an den vor 400 Jahren stattgefundenen Bauernkrieg.

Das Welser Sonderpostamt ist eines von zwölf an den wichtigsten Schauplätzen des Aufstandes von 1626 und wird vom Briefmarkensammler-Verein Ovilava organisiert. Dieser wurde seinerseits 1956 gegründet und feiert somit in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Neben philatelistischen Erinnerungsstücken an den Bauernkrieg – wie etwa einen ME-3 Block oder ein Schmuckkuvert mit Sonderstempel – bietet der seit 2018 von Gerhard Weber geleitete Verein auch eine kleine Briefmarkenausstellung.
Kreative Zeitreise in den Minoriten
Eine besondere Workshopreihe startet in Kürze in den Minoriten (Minoritenplatz 4) in Kooperation mit der Galerie der Stadt Wels: Unter dem Motto „Mit Bleistift und Papier“ werden jeweils an einem Donnerstag von 15:00 bis 16:40 Uhr ausgewählte Objekte der archäologischen Sammlung sowohl historisch als auch künstlerisch betrachtet.

Indem die Exponate zeichnerisch erkundet werden, erweitert sich die Wissensvermittlung um eine praktische, kreative Dimension: Auf diese Weise beginnt das Kunstwerk seine Geschichte auf künstlerische Art zu erzählen.
Gestartet wird am 18. Juni mit dem Thema „Römische Götterwelt“, die restlichen Termine folgen im Herbst: Und zwar am 22. Oktober die „Römische Keramik“, am 19. November dann „Römische Grabsteine“ und am 16. Dezember schließlich „Römische Militaria“.
Anmeldungen sind jederzeit unter wels.at/vhs möglich!
Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Kulturreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Kunst und Geschichte ergänzen einander auf besondere Weise. Sie erzählen von unserer Vergangenheit und eröffnen zugleich Perspektiven auf die Gegenwart. Die beiden Juni-Aktionen im Stadtmuseum zeigen eindrucksvoll, wie lebendig und greifbar historische Themen werden, wenn man sie durch das Auge der Kunst und Sammlerleidenschaft betrachtet. Es ist eine Einladung an alle Welserinnen und Welser, unsere Wurzeln völlig neu zu entdecken.“



