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Geschwurbel statt Fakten

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Mutmaßliche Berichterstattung im „Standard“

Ein Musterbeispiel an journalistischem Geschwurbel lieferte dieser Tage die Linkspostillie „Der Standard“ mit einem Bericht von Adelheid Wölfl, die behauptet, dass auch deutsche und österreichische Rechtsextremisten in den „Scharfschützen-Tourismus“ von Sarajewo involviert gewesen sein könnten.

Als der „Standard“ gegründet wurde und dieser sich anfänglich noch als Zeitung für die Intelligenz gerierte, rannten vor allem die Halbgebildeten mit der lachsfarbenen Gazette unterm Arm und mit stolzgeschwellter Brust in Straßen und Gaststätten herum.

Im Grund aber diente ihnen der „Standard“ oft nur als Umhüllung für die darin eingewickelte „Kronen-Zeitung“, weil diese ihr eigentliches Informationsmedium war, welches sie nutzten und wirklich lasen, für das sie sich aber genierten.

Mittlerweile jedoch wissen auch die echten Intellektuellen mit dem „Standard“ nichts mehr anzufangen. Zu wenig liberal, sagen viele seiner Kritiker, denen vor allem die politisch linke Schlagseite der Zeitung missfällt, weil diese mit ihrem klar verordneten Feindbildern kaum noch Raum lässt für andere Ansichten oder Interpretationen.

Für den „Standard“ ist der Feind immer schnell ausgemacht. Ereignet sich irgendwo auf der Welt eine Sauerei, dann sind nach „Standard“-Standard-Auffassung garantiert immer auch Rechte darin verwickelt, selbst wenn es keine Beweise dafür gibt.

So konnte auch jetzt die „Standard“-Journalistin Adelheid Wölfl in ihrem Bericht vom 30. Jänner 2026 über den „Scharfschützen-Tourismus“ in Sarajewo währen des Jugoslawienkrieges mit ihrer Mutmaßung dahingehend nicht hinterm Berg halten, dass in diese zweifellos ungeheuerlichen Vorfälle auch „Rechtsextreme – zum Teil aus Deutschland und Österreich“ – verwickelt gewesen seien.

Aber wieso behauptet sie so etwas, zumal sie in ihrem Artikel nur einen Absatz weiter erklärt: „Von der Identität der Scharfschützen, die im Krieg von Hochhäusern oder von den Hügeln über Sarajewo auf die Zivilisten schossen, ist wenig bekannt.“

Also gut, nur wenig, aber selbst über das „wenig Bekannte“ erfährt der Leser nichts. Ihre Begründung: „Die Täter schossen aus weiter Entfernung“ und Ermittlungen dazu seien extrem schwierig. Trotzdem weiß Adelheid Wölfl, dass es sich dabei „fast durchwegs um serbische Extremisten“ handelte, die „oft auch aus Muslimfeindlichkeit diese Verbrechen“ begingen.

Na also! Inwieweit waren nun auch deutsche und österreichische Rechtsextreme in diese in Sarajewo Verbrechen verwickelt?

Darauf hat die Journalistin keine Antwort. Wörtlich schwadroniert sie: „Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich unter diesen Scharfschützen auch Ausländer befanden.“

Wen genau meint sie denn mit Ausländer? Auch diese Antwort bleibt uns Wölfl schuldig. Nun können wir nur noch hoffen, dass das gerade in Mailand laufende Verfahren gegen mutmaßliche Scharfschützen-Touristen brauchbarere Erkenntnisse für die Beteiligung von rechtsextremen Deutschen und Österreichern liefert – vielleicht aber auch keine! Dann hätte Adelheid Wölfli im „Standard“ nur geschwurbelt.

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