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Die Welser Grünen zum Doppelbudget…

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Doppelbudget 2025/26: Zustimmung mit klarer Kritik und grünen Akzenten

Das beschlossene Doppelbudget der Stadt Wels steht unter massivem finanziellem Druck. Steigende Umlagen an Bund und Land schränken den Handlungsspielraum der Gemeinden zunehmend ein – auch Wels ist davon überdurchschnittlich betroffen.

Bild (c) Die Welser Grünen

Dieses Budget zeigt, wie sehr Städte wie Wels finanziell eingeschnürt werden – obwohl wir effizient wirtschaften und keine neuen Schulden machen“, betont Fraktionsobfrau Gemeinderätin Miriam Faber. „Wenn am Ende nur rund ein Viertel der eigenen Einnahmen in der Stadt bleibt, ist das eine strukturelle Schieflage. Besonders schmerzhaft ist, dass ausgerechnet bei Prävention, Kultur und sozialen Zukunftsaufgaben zu wenig investiert wird – obwohl genau das langfristig Kosten spart und Lebensqualität sichert.

Kritisch sehen die Grünen vor allem die anhaltende Vernachlässigung präventiver Maßnahmen im Sozial-, Integrations- und Jugendbereich. Frühzeitige Investitionen wie Streetwork, Schulsozialarbeit oder Suchtprävention würden Probleme verhindern, statt sie später teuer zu reparieren. Obwohl nicht ihr Ressort, konnten die Grünen Verbesserungen etwa für YOUKI oder music unlimited erreichen, insgesamt steht aber die freie Kulturszene stark unter Druck.

Positiv bewerten die Grünen, dass die Stadt weiterhin ohne Neuverschuldung auskommt und 2026 trotz Ausnahmecharakters verantwortungsvoll bewältigt wird. Aus diesem Grund stimmen sie dem Doppelbudget zu – verbunden mit der klaren Forderung nach einer stärkeren Ausrichtung auf Vorbeugung und soziale Nachhaltigkeit.


Rammerstorfer: „Ein starkes Ergebnis für Umwelt, Kultur und Infrastruktur“

Bild (c) Die Welser Grünen

Auch Umwelt- und Klimastadtrat Thomas Rammerstorfer zeigt sich mit dem Budgetergebnis zufrieden: „Mein Ziel war, dass alle Bereiche, für die ich verantwortlich bin, nach dieser Legislaturperiode besser dastehen als zuvor – und das werden wir erreichen.“ Die Grünen hätten die Budgetverhandlungen mit klaren Prioritäten und ohne taktische Spielchen geführt. „Wir müssen bauen, sanieren, planen und unseren Mitarbeiter:innen Sicherheit geben – dafür braucht es rasche und klare Entscheidungen.

Konkret sieht das Budget deutliche Verbesserungen vor: 1,5 Millionen Euro fließen in den Neubau des Altstoffsammelzentrums in der Europastraße, zusätzliche Mittel in Digitalisierung, Elektromobilität und moderne Geräte der Abfallwirtschaft. Die Umwelt- und Klimaförderungen erreichen mit 27.000 Euro einen Höchststand, die World Sustainable Energy Days bleiben mit 45.000 Euro in Wels.

Der Alter Schl8hof erhält stabile Personalressourcen, 100.000 Euro für Renovierungen und einen neuen Strategieprozess. Im Tiergarten werden durch die Landesgartenschau 1,5 Millionen Euro investiert, ergänzt durch laufende Budgetmittel. Auch das Tierheim wird mit 90.000 Euro für eine neue Heizung abgesichert.

In Summe ist das ein starkes, zukunftsorientiertes Paket, das im Gemeinderat breite Zustimmung gefunden hat“, so Rammerstorfer. 

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