Wer am Sonntag, 26. Oktober anlässlich des Nationalfeiertages einen Blick in die römische Vergangenheit von Wels werfen möchte, ist am Reinberg in der Nachbar-Marktgemeinde Thalheim richtig.

Es muss ein prachtvolles Anwesen einer wohlhabenden römischen Familie gewesen sein, das einst auf der markanten Terrasse auf dem Reinberg stand – einer exklusiven Lage mit Panoramablick auf die antike Stadt Ovilava, das heutige Wels. Die archäologischen Ausgrabungen der vergangenen Jahre lassen auf einen großzügig angelegten Gutshof mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden schließen, der von etwa 70 nach Christus bis ins frühe 4. Jahrhundert in Betrieb war. Von der eleganten Ausstattung zeugen die spektakulärsten Funde: Die hervorragend erhaltenen figürlichen Mosaike.


Interessierte haben am Sonntag, 26. Oktober von 12:00 bis 15:00 Uhr nur bei Schönwetter nochmals die Möglichkeit, bei einem Tag der offenen Ausgrabung die neuesten Ergebnisse zu erfahren und die einzigartigen Mosaik-Funde zu bestaunen. Der Zugang erfolgt über den Parkplatz der Marienwarte, festes Schuhwerk wird empfohlen. Bürgermeister Dr. Andreas Rabl machte sich gemeinsam mit dem für die Stadtmuseen zuständigen Stadtrat Dr. Martin Oberndorfer sowie dem Thalheimer Gemeindevorstand Andreas Gatterbauer bereits vorab ein Bild von den laufenden Ausgrabungen.
Das rund 100.000 Quadratmeter große Naherholungsgebiet am Thalheimer Reinberg gehört seit mehr als acht Jahrzehnten der Stadt Wels. Bis zum Kauf durch die Stadt 1942 war der Verschönerungsverein gemeinsam mit der Sparkasse Eigentümer des Reinbergs. Bis heute kümmern sich die Vereinsmitglieder gemeinsam mit der Stadtgärtnerei um die Erhaltung des gesamten Areals. Wie berichtet plant die Stadt Wels, die dortigen römischen Ausgrabungen bei der Landesgartenschau „Stadt der Gärten“ 2027 der Öffentlichkeit in geeigneter Weise zugänglich zu machen.


