StartAktuellMega-Wohnbauprojekt im Welser Osten: Grüne sagen Nein!

Mega-Wohnbauprojekt im Welser Osten: Grüne sagen Nein!

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Die Anzahl der Wohnungssuchenden ist auf einen historischen Tiefststand und eine ganze Reihe großer Projekte stehen unmittelbar vor der Realisierung. Dass hindert manche nicht daran, munter weitere Immobilienprojekte zu planen und zu bauen.

Kritik kommt von den Grünen: „Die Verbauung der Stadt läuft derzeit völlig aus dem Ruder“, meint Fraktionsobfrau Miriam Faber. | Fotocredit: Dragan

Kritik kommt von den Grünen: „Die Verbauung der Stadt läuft derzeit völlig aus dem Ruder„, meint Fraktionsobfrau Miriam Faber. Sie sieht wenig Sinn im heute beschlossenen Großprojekt in Dickerldorf. Die Grünen hatten als einzige Fraktion dagegen gestimmt.

Kaum Infrastruktur vorhanden

Neben der Fragwürdigkeit des Bedarfs an sich stößt die Lage im äußersten Osten der Stadt auf Kritik. Es fehle hier jede Infrastruktur. Öffentliche Verkehrsmittel, Freizeiteinrichtungen oder schlicht Einkaufsmöglichkeiten sind nur äußerst dürftig vorhanden. Auch Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen sind zu wenig vorhanden: „Es ist schon etwas absurd, dass man gleichzeitig den Hort in der Pernau zudreht und dort ein riesiges Wohnprojekt für Jungfamilien startet“, so Gemeinderätin Faber, und ergänzt: „Jungfamilien, die sehr viel Zeit im Auto verbringen werden, denn von dort ist quasi alles mehrere Kilometer entfernt.“

Kein Wachstum um jeden Preis

Die Grünen wollen nun eine generelle Debatte führen, wie sich Wels entwickeln soll: „Wir haben Jahre des rasanten Wachstums hinter uns, die Infrastruktur ist in vielen Bereichen da nur zögerlich hinterher gekommen.“ Ärztemangel oder die großen Probleme im Bildungs- und Kinderbetreuungsbereich seien nicht vom Himmel gefallen, sondern Folgen dieser Fehlplanungen. Miriam Faber bedauert, „dass die Verbauung der Stadt bei den anderen Parteien offenkundig Konsens ist. Für uns Grüne stehen jedenfalls nicht die Wünsche von Baufirmen und Immobilienentwicklern an erster Stelle, sondern die der Welserinnen und Welser. Und die wollen mit Sicherheit mehrheitlich kein Wachstum um jeden Preis.“

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