StartAktuellPariser Autosalon 2026: Die Neuheiten von BYD, DENZA, Ford, Kia und Volvo

Pariser Autosalon 2026: Die Neuheiten von BYD, DENZA, Ford, Kia und Volvo

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Große Elektro-SUV, neue Hybridmodelle, sportliche Performance-Fahrzeuge und ultraschnelle Ladetechnik: Der Pariser Autosalon 2026 zeigt, wie intensiv sich die Automobilbranche im Wettbewerb um neue Technologien und Kunden verändert. Im Mittelpunkt stehen BYDs neues SUV-Flaggschiff ATTO 8 und die Premiummarke DENZA, Fords Motorsport- und Performance-Offensive, Kias elektrifizierte Modellpalette sowie Volvos neue Elektro-SUV-Generation.

Der Pariser Autosalon, international als Mondial de l’Auto bekannt, findet von 12. bis 18. Oktober 2026 auf dem Messegelände Paris Expo Porte de Versailles statt. Die 91. Ausgabe bringt zahlreiche internationale Automobilhersteller zusammen. Der Pressetag war am 12. Oktober, für das Publikum ist die Messe von 13. bis 18. Oktober geöffnet.

BYD und DENZA: Große Reichweiten und ultraschnelles Laden

BYD erweitert sein Modellprogramm und präsentiert mit dem ATTO 8 ein neues SUV-Flaggschiff. Gleichzeitig rückt die Premiummarke DENZA mit luxuriösen Fahrzeugen und leistungsstarker Elektrotechnik in den Mittelpunkt. Beide Marken setzen auf hohe Systemleistungen, moderne Batterietechnik und besonders kurze Ladezeiten.

BYD ATTO 8: Sieben Sitze und bis zu 653 Kilometer Reichweite

Mit dem ATTO 8 erweitert BYD seine SUV-Palette um ein vollelektrisches Spitzenmodell. Das 5,04 Meter lange Fahrzeug bietet sieben Sitzplätze und verbindet ein großzügiges Raumangebot mit umfangreicher Komfortausstattung.

BYD ATTO 8: Sieben Sitze und bis zu 653 Kilometer Reichweite | (c) KIA

Zum Einsatz kommt eine Blade Battery der zweiten Generation mit 115 kWh Kapazität. Die Heckantriebsversion Design RWD leistet 340 kW (462 PS) und erreicht laut Hersteller eine WLTP-Reichweite von bis zu 653 Kilometern. Die Allradversion Excellence AWD bringt es auf 570 kW (775 PS) und beschleunigt in 4,6 Sekunden von null auf 100 km/h. Ihre angegebene Reichweite beträgt bis zu 602 Kilometer.

Für besonderes Aufsehen sorgt die neue FLASH-Charging-Technologie. BYD verspricht, den Ladezustand unter geeigneten Bedingungen in fünf Minuten von zehn auf 70 Prozent und in neun Minuten von zehn auf 97 Prozent erhöhen zu können. Auch bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius soll der Ladevorgang von 20 auf 97 Prozent lediglich zwölf Minuten dauern.

Der ATTO 8 soll im ersten Quartal 2027 in Europa auf den Markt kommen. BYD plant, bis Ende 2027 insgesamt 3.000 FLASH-Charging-Stationen in Europa aufzubauen. Ob sich die angekündigten Ladezeiten im Alltag erreichen lassen, hängt wesentlich von der Verfügbarkeit der passenden Ladeinfrastruktur und den jeweiligen Betriebsbedingungen ab.

Plug-in-Hybride und weitere Elektromodelle

Neben vollelektrischen Fahrzeugen zeigt BYD seine Super-Hybrid-Modelle mit DM-i-Technologie. Dazu zählen der ATTO 2 DM-i, der SEALION 5 DM-i, der SEAL U DM-i und der DOLPHIN G DM-i. Die Kombination aus Elektromotor und Verbrennungsmotor soll elektrisches Fahren im Alltag mit der zusätzlichen Reichweite eines Verbrennungsmotors verbinden.

Auch der Pick-up SHARK mit DMO-Plug-in-Hybridantrieb ist in Paris zu sehen. BYD nennt eine Systemleistung von 436 PS und eine rein elektrische Reichweite von bis zu 90 Kilometern.

Das vollelektrische Angebot umfasst unter anderem den DOLPHIN SURF, den ATTO 3 EVO, die Limousine SEAL und das SUV SEALION 7. Damit deckt BYD unterschiedliche Fahrzeugklassen ab – vom kompakten Elektroauto bis zum großen SUV.

DENZA: Premiumanspruch mit elektrischer Hochleistungstechnik

Mit DENZA positioniert BYD eine eigene Premiummarke im europäischen Markt. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen der Z9GT, ein luxuriöser Shooting Brake, sowie weitere Modelle, die Design, Komfort und hohe elektrische Leistung verbinden.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen der DENZA Z9GT | (c) BYD

Die vollelektrische Ausführung des Z9GT verfügt über drei Elektromotoren und eine Systemleistung von bis zu 850 kW (1.156 PS). Neben der hohen Leistung stehen moderne Fahrwerkstechnik, Komfort und innovative Fahrzeugfunktionen im Mittelpunkt.

Auch bei der Ladetechnik verweist DENZA auf die Möglichkeiten der neuen Batteriegeneration. Für die entsprechende FLASH-Charging-Technologie nennt der Hersteller fünf Minuten für den Ladebereich von zehn auf 70 Prozent und neun Minuten von zehn auf 97 Prozent. Diese Werte sind Herstellerangaben unter geeigneten technischen Bedingungen und nicht ohne Weiteres auf herkömmliche öffentliche Ladestationen übertragbar.

Ergänzt wird die Modellpalette durch den luxuriösen Van D9 und das SUV BAO 5 mit Plug-in-Hybridtechnik. Ein weiteres Highlight ist der vollelektrische DENZA Z, der in den Varianten Coupé, Spider und Racing präsentiert wird. Für die leistungsstärksten Ausführungen werden Werte von bis zu 1.180 kW (1.604 PS) genannt.

Mit diesem Programm will DENZA im europäischen Premiumsegment Fuß fassen und sich über Design, Komfort, Leistung und innovative Technik positionieren. Wie schnell sich die Marke am Markt etablieren kann, wird auch von Preisen, Verfügbarkeit und dem Aufbau des europäischen Händlernetzes abhängen.

Ford: Motorsport, Performance und vielseitige Mobilität

Ford verbindet seinen Auftritt in Paris mit Motorsport, sportlichen Serienmodellen und einem breiten Fahrzeugangebot für private und gewerbliche Kunden. Unter dem Motto „Ready. Set. Ford.“ präsentiert der Hersteller Fahrzeuge aus unterschiedlichen Segmenten und Antriebswelten.

Ranger MS-RT Champion Edition als Weltpremiere

Zu den wichtigsten Neuheiten zählt die auf 500 Exemplare limitierte Ford Ranger MS-RT Champion Edition. Die Sonderedition basiert auf dem sportlich ausgelegten Ranger MS-RT und feiert auf dem Pariser Autosalon ihre Weltpremiere.

Zu den Designmerkmalen gehören verbreiterte Kotflügel, spezielle Front- und Heckschürzen sowie goldfarbene Akzente. Angeboten werden sollen ein Plug-in-Hybrid mit 281 PS und ein Dieselmotor mit 240 PS. Die Auslieferungen sind für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Darüber hinaus zeigt Ford weitere Modelle aus seinem aktuellen Programm. Dazu gehören der elektrische Puma Gen-E, Explorer Collection und Capri Collection, der Kuga und der Bronco sowie Nutzfahrzeuge aus der Transit-Familie, darunter der E-Transit Custom.

Motorsport als Technologieträger

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Motorsportkompetenz der Marke. Zu den gezeigten Performance-Modellen und Wettbewerbsfahrzeugen zählen der Mustang GTD, der Mustang Mach-E Rally und der für die Rallye Dakar entwickelte Raptor T1+.

Auch die Rückkehr in die Rallye-Weltmeisterschaft steht im Fokus. Ford hat angekündigt, ab 2028 mit einem werksunterstützten Team in der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft anzutreten. Gemeinsam mit dem langjährigen Partner M-Sport soll 2029 ein komplett neu entwickeltes Rallye-Fahrzeug debütieren.

Motorsport dient dabei nicht nur der Markenpräsentation. Unter extremen Bedingungen lassen sich Antriebstechnik, Fahrwerk, Materialien und elektronische Systeme erproben und weiterentwickeln. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in die Entwicklung künftiger Serienfahrzeuge einfließen.

Kia: Neue Hybridmodelle und elektrische GT-Varianten

Kia präsentiert in Paris eine breite Palette elektrifizierter Fahrzeuge. Im Mittelpunkt stehen die Europa-Premiere des neuen Seltos Hybrid, der K4 Hybrid und die Erweiterung der elektrischen GT-Familie.

Seltos Hybrid: Elektrifizierter SUV mit e-AWD

Die zweite Generation des Kia Seltos Hybrid feiert auf dem Pariser Autosalon ihre Europapremiere. Das SUV ist im C-Segment angesiedelt und verbindet ein markantes Design mit modernen Assistenzsystemen, digitalen Funktionen und einem Hybridantrieb.

Die zweite Generation des Kia Seltos Hybrid feiert auf dem Pariser Autosalon ihre Europapremiere | (c) KIA

Eine Besonderheit ist das elektrische Allradsystem e-AWD. Dabei übernimmt ein separater Elektromotor den Antrieb der Hinterräder. Das System soll eine gezielte Verteilung der Antriebskraft ermöglichen und Traktion sowie Fahrstabilität verbessern.

Mit dem Seltos Hybrid erweitert Kia sein Angebot für Kunden, die ein vielseitiges SUV suchen, aber noch nicht vollständig auf ein batterieelektrisches Fahrzeug umsteigen möchten.

K4 Hybrid und fünf elektrische GT-Modelle

Mit dem K4 Hybrid stellt Kia eine weitere elektrifizierte Antriebsvariante für die europäische Kompaktklasse vor. Das Modell soll sowohl als Hatchback als auch als Sportswagon erhältlich sein. Der Produktionsstart ist für den 15. Oktober 2026 vorgesehen.

Sportlich präsentiert sich die elektrische GT-Familie. Kia zeigt die Modelle EV3 GT, EV4 GT und EV5 GT gemeinsam mit den bereits etablierten EV6 GT und EV9 GT. Damit umfasst die leistungsorientierte Elektrobaureihe fünf Modelle. Sie soll sportliche Fahrleistungen mit Alltagstauglichkeit verbinden.

PV5: Elektroplattform für Beruf und Alltag

Ein weiterer Schwerpunkt ist die PV5-Familie. Mit dem PV5 Cargo und dem siebensitzigen PV5 Passenger zeigt Kia die Vielseitigkeit seiner speziell für gewerbliche und private Mobilitätsanforderungen entwickelten Elektroplattform.

Weitere Varianten richten sich an Handwerksbetriebe, Flottenbetreiber und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Dazu gehören unterschiedliche Aufbaukonzepte, eine Fahrgestellversion und eine rollstuhlgerechte Ausführung.

Kia verfolgt damit eine breit angelegte Elektrifizierungsstrategie. Neben batterieelektrischen Fahrzeugen sollen Hybridmodelle zusätzliche Kundengruppen ansprechen und den Umstieg auf elektrifizierte Mobilität erleichtern.

Volvo: EX60 mit bis zu 810 Kilometern Reichweite

Volvo stellt in Paris seine elektrische Modellpalette in den Mittelpunkt. Eine zentrale Rolle spielt der EX60, ein vollelektrisches SUV der Mittelklasse. Das Modell soll hohe Reichweite, kurze Ladezeiten und moderne Sicherheits- und Vernetzungstechnik miteinander verbinden.

Drei elektrische Antriebsvarianten

Volvo bietet den EX60 in drei Antriebsvarianten an. Die vom Hersteller angegebenen WLTP-Reichweiten betragen bis zu 810 Kilometer für den P12 AWD, bis zu 660 Kilometer für den P10 AWD und bis zu 611 Kilometer für den heckgetriebenen P6.

Auch beim Laden setzt Volvo auf hohe Leistung. Für die Varianten P10 AWD und P6 nennt der Hersteller an einer geeigneten Schnellladestation eine Ladezeit von rund 16 Minuten von zehn auf 80 Prozent. An einer 400-kW-Ladestation sollen innerhalb von zehn Minuten bis zu 340 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können.

Die tatsächliche Reichweite und die Ladezeit hängen unter anderem von Außentemperatur, Batteriezustand, Fahrzeugausstattung, Fahrweise und verfügbarer Ladeleistung ab. Die genannten Reichweiten sind daher nicht als unter allen Bedingungen erreichbare Werte zu verstehen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheit. Volvo verweist auf neue Schutztechnologien, digitale Dienste und ein vernetztes Bedienkonzept. Der EX60 soll damit die traditionellen Sicherheitsansprüche der Marke mit einer modernen elektrischen Fahrzeugarchitektur verbinden.

EX60 Cross Country und Plug-in-Hybrid XC60

Neben dem EX60 umfasst Volvos elektrische Modellpalette den robust ausgelegten EX60 Cross Country und den kompakten Elektro-SUV EX30. Auch der überarbeitete EX40 gehört zum Angebot.

Mit dem XC60 Long Range hält Volvo zugleich am Plug-in-Hybrid fest. Eine größere Batterie soll die elektrische Reichweite gegenüber bisherigen Ausführungen erhöhen. Die konkreten Werte hängen von der jeweiligen Modellversion und den für den österreichischen Markt gültigen technischen Spezifikationen ab.

Volvo setzt somit parallel auf vollelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride. Während die Elektroautos zunehmend größere Distanzen abdecken sollen, bieten Plug-in-Hybride zusätzliche Flexibilität für Kunden, die noch nicht ausschließlich auf öffentliche oder private Ladeinfrastruktur setzen möchten.

Fazit: Mehr Auswahl, härterer Wettbewerb

Der Pariser Autosalon 2026 zeigt, wie breit sich die Automobilbranche technologisch aufstellt. Elektroautos mit hohen Reichweiten, Plug-in-Hybride, leistungsstarke SUV und neue Ladetechnologien stehen ebenso im Mittelpunkt wie digitale Funktionen und moderne Sicherheitskonzepte.

BYD setzt mit dem ATTO 8 und der Premiummarke DENZA auf große Batterien, hohe Leistung und besonders kurze Ladezeiten. Ob die angekündigten Ladeleistungen im Alltag tatsächlich zur Verfügung stehen, wird wesentlich vom Ausbau der passenden Infrastruktur abhängen. Ford verbindet Motorsport und Performance mit einem vielseitigen Angebot für private und gewerbliche Kunden. Kia baut seine Hybridpalette aus und erweitert die elektrische GT-Familie. Volvo rückt Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Sicherheit in den Mittelpunkt seiner Elektro-SUV-Strategie.

Für Autokäufer wächst damit die Auswahl, zugleich werden Vergleiche anspruchsvoller. Neben Leistung und Reichweite zählen im Alltag vor allem der tatsächliche Energieverbrauch, die verfügbare Ladeinfrastruktur, der Anschaffungspreis, die Garantiebedingungen und die Qualität des Kundendienstes.

Der Wettbewerb zwischen europäischen, koreanischen und chinesischen Herstellern dürfte sich weiter verschärfen. Entscheidend wird sein, welche Marken ihre technischen Innovationen in zuverlässige, praxistaugliche und wirtschaftlich attraktive Fahrzeuge umsetzen können.

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