StartAktuellAT-Alert-Probealarm am 3. Oktober: So bekommen Sie die Warnung aufs Handy

AT-Alert-Probealarm am 3. Oktober: So bekommen Sie die Warnung aufs Handy

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Wie man im Notfall Warnungen sicher empfängt: Das Forum Mobilkommunikation (FMK) beantwortet anlässlich des österreichweiten AT-Alert-Probealarms die wichtigsten Fragen.

Am Samstag, dem 3. Oktober, werden im Rahmen der österreichweiten Sirenenprobe zwischen 12 und 13 Uhr auch AT-Alert-Warnungen auf Mobiltelefonen ausgelöst. Der Probealarm soll nicht nur die technischen Abläufe überprüfen, sondern auch die Bevölkerung mit dem seit zwei Jahren bestehenden Warnsystem vertraut machen.

Rund um AT-Alert gibt es allerdings nach wie vor einige Missverständnisse. Das Forum Mobilkommunikation (FMK) beantwortet daher die häufigsten Fragen von Bürgern.

Warum habe ich keine Warnung, aber eine Entwarnung erhalten?

Hier kann es zu einem technischen Missverständnis kommen. Anders als bei den Sirenensignalen gibt es bei AT-Alert grundsätzlich keine eigene Aussendung für den Beginn und das Ende einer Warnung.

Eine AT-Alert-Warnung wird von den Mobilfunkstationen bis zum Ende der jeweiligen Gefahrensituation ausgesendet. Das Mobiltelefon zeigt die Warnung an, sobald es sie erstmals empfängt.

Wichtig: Auf die Warnstufe, den Inhalt des Warntextes und das Gebiet, in dem eine Warnung ausgesendet wird, haben die Mobilfunknetzbetreiber keinen Einfluss. Diese Entscheidungen treffen die zuständigen Landeswarnzentralen beziehungsweise Behörden.

Warum erhält eine andere Person eine Warnung, die mir nicht angezeigt wird?

AT-Alert kann Meldungen mit unterschiedlichen Warnstufen aussenden. Bei Probe- und Übungsalarmen können daher mehrere Aussendungen mit verschiedenen Warnstufen erfolgen.

Welche dieser Warnungen auf dem Smartphone angezeigt werden, hängt auch von den persönlichen Geräteeinstellungen ab. Wer sämtliche verfügbaren Warnungen empfangen möchte, muss daher sicherstellen, dass alle entsprechenden Warnkategorien aktiviert sind.

Gerade bei Testalarmierungen kann deshalb der Eindruck entstehen, eine Warnung verpasst zu haben. Tatsächlich kann es sich aber um unterschiedliche Aussendungen beziehungsweise Warnstufen handeln, die aufgrund der individuellen Einstellungen nicht alle angezeigt wurden.

Kann ich eine AT-Alert-Warnung verpassen, wenn mein Handy mit WLAN verbunden ist?

Ja. AT-Alert funktioniert über das Mobilfunknetz. Ist ein Smartphone ausschließlich über WLAN mit dem Internet verbunden und besteht gleichzeitig keine Verbindung zu einem Mobilfunknetz, kann es keine AT-Alert-Warnung empfangen.

Besteht hingegen gleichzeitig eine WLAN- und eine Mobilfunkverbindung, können AT-Alert-Meldungen empfangen werden.

Wird die Mobilfunkverbindung vorübergehend unterbrochen und später wiederhergestellt, kann eine noch aktive Aussendung unter Umständen erst zu diesem Zeitpunkt empfangen werden.

Wie stelle ich sicher, dass ich AT-Alert-Warnungen empfange?

Warnungen der höchsten Kategorie werden jedenfalls übertragen. Darüber hinaus gibt es weitere Abstufungen, darunter Gefahrenwarnungen, Gefahreninformationen und andere wichtige Meldungen von Behörden.

Bestimmte Kategorien können in den Einstellungen des Smartphones deaktiviert werden. Das FMK empfiehlt daher, alle verfügbaren Warnmeldungen aktiviert zu lassen, um im Ernstfall möglichst umfassend informiert zu werden.

Wie werden AT-Alert-Warnungen am Smartphone angezeigt?

Bei einer AT-Alert-Warnung wird der Bildschirm aktiviert und ein eindringlicher Warnton ausgegeben. Das gilt auch dann, wenn das Smartphone stummgeschaltet ist.

Muss ich mich für AT-Alert anmelden?

Nein. Für den Empfang ist keine Registrierung erforderlich. Solange das Mobiltelefon eingeschaltet und nicht in den Flugmodus versetzt ist, können Warnungen automatisch empfangen werden.

Welche Warnungen tatsächlich angezeigt werden, hängt allerdings von den persönlichen Einstellungen des Geräts ab.

Muss bei einem Prepaid-Handy Guthaben vorhanden sein?

Nein. Für den Empfang von AT-Alert-Warnungen ist kein Prepaid-Guthaben erforderlich.

Erhalte ich AT-Alert auch ohne mein eigenes Mobilfunknetz?

Das kann möglich sein. AT-Alert nutzt – ähnlich wie der Euro-Notruf 112 – alle verfügbaren Mobilfunknetze.

Das bedeutet: Sobald ein Smartphone auch nur für kurze Zeit ein Mobilfunknetz empfängt und die Gefahrenlage beziehungsweise die Aussendung noch aktiv ist, kann die Warnmeldung auf dem Gerät angezeigt werden.

Erhalte ich auch Warnungen aus meiner Heimatregion, wenn ich unterwegs bin?

Nein. AT-Alert warnt grundsätzlich in den unmittelbar betroffenen Gebieten. Wer sich mit seinem Smartphone an einem anderen Ort aufhält, erhält daher Warnungen für die Region, in der sich das Gerät befindet – nicht für die eigene Heimatregion.

Das Wichtigste zum Probealarm

Der AT-Alert-Probealarm am 3. Oktober bietet damit auch Gelegenheit, die Einstellungen des eigenen Smartphones zu überprüfen. Entscheidend ist, dass das Gerät eingeschaltet und nicht im Flugmodus ist, eine Verbindung zu einem Mobilfunknetz besteht und die gewünschten Warnkategorien aktiviert sind.

Eine Anmeldung oder ein aufgeladenes Prepaid-Guthaben sind für den Empfang nicht erforderlich.

Weitere Infos: https://www.bmi.gv.at/204/at-alert/


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