Tierhaltung, moderne Technik, Digitalisierung und Innovationen: Von 25. bis 28. November wird Wels zum Treffpunkt der österreichischen Land- und Forstwirtschaft. Rund 410 Aussteller, führende Marken sowie ein umfangreiches Beratungs-, Bildungs- und Praxisprogramm machen die AGRARIA 2026 zu einer zentralen Branchenplattform.

Im Mittelpunkt der diesjährigen AGRARIA stehen vor allem die Innenwirtschaft und Tierhaltung. Gleichzeitig zeigt die Messe, mit welchen technischen Entwicklungen und Innovationen sich die Landwirtschaft auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vorbereitet.
Steigende Kosten, höhere Anforderungen an Tierwohl und Tiergesundheit, Arbeitskräftemangel und die Frage nach wirtschaftlich sinnvollen Investitionen stellen viele landwirtschaftliche Betriebe vor neue Herausforderungen. Automatisierung, Digitalisierung, moderne Fütterungs- und Melktechnik sowie effiziente Stallkonzepte gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.
Die AGRARIA bringt dazu Hersteller, Fachorganisationen, Beratung und Bildung an einem Ort zusammen. Besucher können sich über aktuelle Lösungen informieren, Produkte vergleichen und direkt mit Unternehmen, Experten und Beratern ins Gespräch kommen. Das Angebot reicht von Zucht und Fütterung über Tiergesundheit und Stalltechnik bis hin zu Automatisierung, Digitalisierung und Vermarktung.
Tierhaltung live erleben
Auch lebende Tiere sind ein wichtiger Bestandteil der AGRARIA. Rund 45 Elitekühe sollen die Qualität der heimischen Rinderzucht präsentieren. Gemeinsam mit dem Rinderzuchtverband Oberösterreich ist an allen vier Messetagen ein umfangreiches Programm geplant.


Dazu zählen unter anderem die Nachzuchtpräsentation der Besamungsstation Oberösterreich, ein Tierbeurteilungswettbewerb der landwirtschaftlichen Schulen sowie das OÖ-Jungkuhchampionat der Rassen Fleckvieh, Brown Swiss und Holstein. Am Samstag steht bei der OÖ-Jungzüchterclubmeisterschaft die nächste Generation der Rinderzucht im Mittelpunkt.
Auch die Schweinehaltung erhält einen eigenen Schwerpunkt. Unter dem Motto „Schweinehaltung im Wandel der Zeit“ informieren Landwirtschaftskammer Oberösterreich, VLV und Pig Austria unter anderem über Stallbau, Fütterung, Produktion, Vermarktung, Tierwohl und Tiergesundheit, Biosicherheit und Schweinezucht.
Der Landesverband für Schafzucht und -haltung sowie Ziegenzucht und -haltung Oberösterreich präsentiert verschiedene Rassen und bietet Fachberatung zu Haltung, Fütterung, Umstellung, Qualitätsprogrammen und Vermarktung.
Beratung und Bildung für die Praxis
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Wissenstransfer und persönlicher Beratung. Am gemeinsamen Informations- und Beratungsstand von Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Land Oberösterreich, den landwirtschaftlichen Fach- und höheren Schulen, der Boden.Wasser.Schutz-Beratung und dem Ländlichen Fortbildungsinstitut stehen Experten für individuelle Fragen zur Verfügung.
Die Themenpalette reicht von Förderungen, Betriebsentwicklung und Betriebsplanung über Digitalisierung und Einkommenskombinationen bis hin zur Anpassung an den Klimawandel und aktuellen Entwicklungen der Gemeinsamen Agrarpolitik.
Auch Pflanzenbau, Boden- und Gewässerschutz, Pflanzenschutz, Düngung, Grünlandwirtschaft und biologische Landwirtschaft werden behandelt. Damit soll die Messe nicht nur Produkte präsentieren, sondern konkrete Informationen und Impulse für die betriebliche Weiterentwicklung liefern.
Besonders angesprochen wird auch die nächste Generation: Die land- und forstwirtschaftlichen Schulen informieren über Ausbildungswege und berufliche Perspektiven – vom Facharbeiterabschluss bis zur Matura.
Innovationen im Fokus
Technische Neuerungen und Produktpremieren bilden einen weiteren Schwerpunkt. Eine besondere Plattform bietet dabei der Innovationspreis „Agrarfuchs“, den die Messe Wels gemeinsam mit der Österreichischen BauernZeitung auch 2026 vergibt.
Ausgezeichnet werden Produkte und Dienstleistungen, die einen konkreten Mehrwert für die Landwirtschaft bieten. Eine unabhängige Expertenjury aus Landwirtschaft, Beratung und Praxis bewertet die Einreichungen. Die Kategorien umfassen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Tierwohl und Tiergesundheit sowie Arbeitseffizienz und Qualität des Arbeitsplatzes. Neu hinzu kommt die Sonderkategorie „Traktor des Jahres“.
Unter den bereits angekündigten Einreichungen finden sich zahlreiche technische Lösungen. Dazu gehört etwa das Synergie-Paket MK Element & MK Vital der Multikraft Produktions- und Handels GmbH für den biologischen und konventionellen Pflanzenbau.
Im Bereich Tierwohl und Tiergesundheit wurde unter anderem der patentierte AFS Trockenmasse-Sensor der Wasserbauer GmbH Fütterungssysteme eingereicht. Der Sensor misst kontinuierlich den Feuchte- beziehungsweise Trockensubstanzgehalt der Futtermischung und kann Schwankungen durch automatische Wasserzugabe ausgleichen.
Für mehr Arbeitseffizienz sollen unter anderem Kverneland GEOFORCE und LEMKEN iQblue machine connect sorgen. GEOFORCE passt den Schardruck von Einzelkornsämaschinen während der Fahrt an unterschiedliche Bodenbedingungen an. iQblue machine connect ermöglicht es, mehrere Maschinen zu einem virtuellen Maschinenverbund zusammenzuführen und zentral über ein ISOBUS-Terminal zu steuern.
In der neuen Sonderkategorie „Traktor des Jahres“ ist unter anderem der Massey Ferguson 5S mit stufenlosem Dyna-VT-Getriebe vertreten. Die neue Getriebeoption für die 5S-Baureihe mit 105 bis 145 PS soll auf der AGRARIA 2026 ihre Österreich-Premiere feiern.
Produktneuheiten direkt am Messestand
Neuheiten sollen auf der AGRARIA nicht nur in den Messehallen ausgestellt, sondern auch direkt erklärt werden. Bei den geplanten Pop-up Talks präsentieren Aussteller stündlich Produktinnovationen und Messe-Highlights direkt an ihren Ständen.
Damit können sich Besucher unmittelbar vor Ort über neue Lösungen informieren und anschließend direkt mit den jeweiligen Unternehmen ins Gespräch kommen.

Weitere Details zum Programm der AGRARIA 2026 sollen ab Anfang Oktober unter agraria.at/programm veröffentlicht werden.

