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Generalsanierung der Kläranlage Welser Heide bei laufendem Betrieb

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Während Oberösterreichs zweitgrößte Kläranlage umfassend modernisiert wird, muss sie Tag für Tag zuverlässig funktionieren. Für den Abwasserverband Welser Heide ist das Großprojekt eine logistische Meisterleistung – und gleichzeitig eine zukunftsträchtige Investition in die Umwelt sowie die Lebensqualität der gesamten Region.

Seit rund 50 Jahren reinigt die Kläranlage des Abwasserverbandes Welser Heide in Marchtrenk die Abwässer aus Wels und den umliegenden Gemeinden. Um den steigenden Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht zu werden, wird die Anlage nun umfassend modernisiert, technisch auf den neuesten Stand gebracht und auf eine Kapazität von 250.000 Einwohnerwerten erweitert. Die besondere Herausforderung dabei: Während der gesamten Bauzeit muss die Abwasserreinigung uneingeschränkt und in vollem Umfang weiterlaufen.

Großbaustelle im laufenden Betrieb

Nahezu jedes Bauwerk und die gesamte maschinelle Ausrüstung werden in den kommenden Jahren erneuert. Die Arbeiten können daher nur abschnittsweise und präzise getaktet erfolgen.

© Sabine Reimann Fotografie

„Die Generalsanierung ist mit einer Operation am offenen Herzen vergleichbar. Die Kläranlage muss während der gesamten Bauzeit ihre volle Leistung erbringen – nur lückenlos gereinigtes Abwasser darf in die Traun gelangen“, erklärt Wolfgang Nöstlinger, Obmann des Abwasserverbandes Welser Heide und Vorstand der eww gruppe.

Fit für die kommenden Jahrzehnte

Die Modernisierung bereitet die Anlage optimal auf das weitere Wachstum der Region vor. Moderne Anlagentechnik, eine deutlich höhere Energieeffizienz und der gezielte Ausbau der Kapazitäten garantieren eine langfristig verlässliche Abwasserentsorgung.

„Infrastruktur wie Kanalisation und Kläranlagen bleibt für viele Menschen unsichtbar – ihre fundamentale Bedeutung zeigt sich jedoch jeden Tag. Mit dieser Investition sichern wir die hohe Lebensqualität in unserer Region und übernehmen Verantwortung für kommende Generationen“, betont der Welser Bürgermeister Dr. Andreas Rabl.

Mehr Energie aus der Kläranlage

Bereits während der Bauphase werden erste Verbesserungen wirksam. Eine neue Photovoltaikanlage mit rund 700 kWp erzeugt einen Teil des benötigten Stroms direkt vor Ort. Gleichzeitig sorgen unter anderem besser gedämmte Faultürme und moderne Turboverdichter für einen energieeffizienteren Betrieb. Ziel ist es, die Kläranlage künftig weitgehend energieneutral zu betreiben.

Von der Generalsanierung profitieren nicht nur die Mitgliedsgemeinden des Abwasserverbandes Welser Heide – Wels, Buchkirchen, Gunskirchen, Marchtrenk, Sattledt, Schleißheim, Steinhaus, Thalheim bei Wels und Weißkirchen an der Traun –, sondern auch die Gemeinden Eggendorf und Pennewang, deren Abwässer künftig ebenfalls in Marchtrenk gereinigt werden. Spätestens 2030 soll die modernisierte Anlage vollständig in Betrieb sein.


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