Bürgermeister Dr. Andreas Rabl zeigt sich erfreut über die Initiative des Landes Oberösterreich. Gemeinsam mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien und dem Landwirtschaftsministerium soll eine universitäre Außenstelle für Veterinärmedizin im oberösterreichischen Zentralraum angesiedelt werden. Damit greift man ein langjähriges Problem auf: Es müssen zusätzliche Tierärzte ausgebildet werden, um den akuten Nachwuchsmangel – besonders in Großtierpraxen – zu beheben.
Genau aus diesem Grund bemüht sich die Stadt Wels bereits seit längerer Zeit darum, eine private veterinärmedizinische Universität in Wels zu etablieren. Dies scheiterte bisher jedoch an den gesetzlichen Vorgaben. Eine entsprechende Gesetzesänderung, die ein Veterinärmedizinstudium auch außerhalb der VetMedUni Wien ermöglicht hätte, wurde abgelehnt.

Die Stadt Wels hat dieses Ansiedlungsprojekt auch deshalb so konsequent verfolgt, weil sie alle Voraussetzungen für einen funktionierenden Studienbetrieb erfüllt. Das betrifft nicht nur die Kooperationsbereitschaft des stadteigenen Tiergartens, sondern auch die Einbindung starker Partner in der Region. Dazu zählen beispielsweise der Zoo Schmiding oder das Pferdezentrum Stadl-Paura.
Darüber hinaus verfügt Wels bereits über bestehende Studentenheime. Zudem haben lokale Wirtschaftsbetriebe – unter anderem aus dem tierpharmazeutischen Bereich – bereits großes Interesse an einer Forschungszusammenarbeit bekundet. Die Stadt Wels wird die Gespräche über die zusätzliche Ansiedlung einer privaten Veterinärmedizin-Universität daher fortsetzen, da sich daraus wertvolle Synergieeffekte erzielen lassen.


