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Welser Spielsuchtberatung klärt direkt beim Public Viewing auf

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Vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 blickt die Sportwelt nach Kanada, Mexiko und in die USA. Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer elektrisiert die Massen – und in Österreich ist die Euphorie historisch: Das Nationalteam hat sich für die Endrunde qualifiziert. In der Gruppenphase trifft die ÖFB-Auswahl auf Argentinien, Algerien und Jordanien. Doch die grenzenlose Begeisterung rund um ein solches sportliches Großereignis bringt regelmäßig eine gefährliche Schattenseite mit sich: den sprunghaften Anstieg von Sportwetten.

Die unterschätzte Gefahr im Hintergrund

Mit dem steigenden Wettinteresse während der WM wächst erfahrungsgemäß auch das Risiko für problematisches Spielverhalten bis hin zur manifesten Wett- und Glücksspielsucht. Dass es sich hierbei um kein Randphänomen handelt, belegen die Zahlen der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG).

Laut dem aktuellen Epidemiologiebericht Sucht erfüllen etwa vier Prozent der österreichischen Bevölkerung – rund 300.000 Menschen – die Kriterien für mindestens eine milde Form pathologischen Glücksspielverhaltens. Rund ein Prozent leidet unter einer schweren Form. Umgerechnet entspricht die Zahl der Betroffenen der gesamten Einwohnerzahl der Städte Linz, Wels und Steyr zusammengenommen.

Experten-Beratung direkt beim Public Viewing

Um die Menschen dort zu erreichen, wo die Emotionen hochkochen, verlässt die städtische Spielsuchtberatung (Dienststelle Sozialservice und Frauen) wie bereits bei der EM 2024 die Büroräume. Die Expertinnen zeigen während der WM-Wochen gezielt öffentliche Präsenz in der Welser Innenstadt.

(v.l.) Stefan Falkner-Resch, Doris Mayr, BA (Sozialarbeiterin Spielsuchtberatung), Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger, Mag. Eliane Eder-Manser (Klinische Psychologin Spielsuchtberatung) und Mag. (FH) Bernhard Nagl (Leiter Sozialpsychisches Kompetenzzentrum). | Bild: Stadt Wels

Die Psychologin Mag. Eliane Eder-Manser und Sozialarbeiterin Doris Mayr, MA bieten an folgenden Tagen persönliche, vertrauliche und niederschwellige Aufklärung vor Ort an:

  • Donnerstag, 18. Juni 2026 – abwechselnd am Minoritenplatz und Stadtplatz
  • Montag, 22. Juni 2026 – abwechselnd am Minoritenplatz und Stadtplatz
  • Dienstag, 14. Juli 2026 – abwechselnd am Minoritenplatz und Stadtplatz

Prävention im emotionalen Moment

Dieses zusätzliche Angebot ergänzt die reguläre Beratung im Amtshaus optimal. Das Ziel der Aktion ist klar gesteckt: Die Expertinnen wollen im emotional aufgeladenen Umfeld der Live-Übertragungen ein Bewusstsein für die Risiken von Sportwetten schaffen. Durch die direkte Präsenz vor Ort soll die Hemmschwelle für Betroffene und Angehörige massiv gesenkt werden, um frühzeitig professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, bevor aus dem vermeintlichen Spielspaß eine existenzbedrohende Sucht wird.


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