Auch wenn der Winter nochmals kurzzeitig anklopfen wollte: Gärtnerisch ist der Frühling in Form zahlreicher Blumen schon eingezogen. Über das Jahr hinweg wartet auf die Stadtgärtnerei – auch neben der Mitwirkung an der Finalisierung des Welser Jahrhundertprojektes „Volksgarten Neu“ – viel Arbeit!

Die Zahl der im Winter in den Gewächshäusern gezogenen Frühlingsblumen ist mit rund 36.000 seit Jahren konstant. Diese zieren nun hauptsächlich die Blumenbeete in den Parkanlagen der Innenstadt. Die häufigsten Sorten sind Tulpen (rund 39.000 Stück, Zwiebeln bereits seit Herbst in den Beeten), Stiefmütterchen (rund 26.000 Stück) und Vergissmeinnicht (rund 7.000 Stück). Dazu kommen Primeln, Goldlack und weitere Sorten, womit sich insgesamt rund 75.000 Frühjahrsblüher ergeben.

In den Stadtteilen besteht der Blumenschmuck schon seit einigen Jahren überwiegend aus Zierstauden, Gräsern und Zwiebelpflanzen. Zum Frühling in Wels gehört auch die Grundreinigung der Parkanlagen, Erholungsbereiche, Straßen und Plätze sowie das Aufstellen der Bänke in der Innenstadt. Auch die Brunnen und Wasserspiele werden in Betrieb gehen, sobald die Witterung dies zulässt.
Fortgesetzt wird die städtische Grünraum-Offensive, bei der alleine 2025 sieben neue oder umgestaltete öffentliche Grünanlagen eröffnet wurden. 2026 stehen in der Neustadt die Planung für die Neuerrichtung des Parks Wallererstraße sowie die Attraktivierung der Parkanlagen Grünbachplatz und Haidestraße am Programm. Für diese drei Projekte beschloss der Stadtsenat am Dienstag, 24. März einstimmig einen Antrag auf finanzielle Unterstützung durch das EU-Förderprogramm für regionale Entwicklung IBW/EFRE „Stadtregionen klimafit gestalten“.

Bereits gestartet sind erste Vorbereitungen für die von der Volksgarten Wels GmbH & Co KG veranstalteten Landesgartenschau „Stadt der Gärten“ 2027: Im Bereich Stadtgarten/Am Zwinger sind Ende März mehrere Weidenbauwerke entstanden, die Anwuchsphase dauert etwa sechs bis acht Wochen.

Im Burggarten haben die vier Grünflächen Anfang April eine automatische Bewässerungsanlage erhalten und können nun ebenfalls rund sechs bis acht Wochen nicht betreten werden. Im Laufe des Jahres folgen wird die Attraktivierung des Parks Altstadt.

Ganzjährig kümmern sich die Stadtgärtner auch um Pflege und Instandhaltung von zahlreichen Kilometern Hecken und vor allem rund 10.000 Bäumen. Diese leisten einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Kühlung. Zwecks Klimabeständigkeit kommen bei den 2026 wieder rund 250 Neupflanzungen klimafitte, robuste Arten – wie etwa Rot-Ahorn, Silber-Linde oder Hopfen-Buche – zum Einsatz.
Der Tag des Baumes am 25. April fällt diesmal passenderweise auf einen Markttag, nämlich einen Samstag. An diesem Tag verteilt die Stadtgärtnerei am Wochenmarkt am Zentralmarktgelände wieder Jungbäumchen (heimische Forstware).

