Mehr Angebote, weniger Parolen
Bundesweit gibt es in Wels mit 25,4 % die meisten Schüler mit mangelnden Deutschkenntnissen. Das zeigte jüngst eine Studie der Statistik Austria. Die betroffenen Schüler müssen eine Deutschförderklasse oder -gruppe besuchen.

Neu ist das Thema freilich nicht, meint Stadtrat Thomas Rammerstorfer, aber „weder das Ignorieren der Problematik durch die SPÖ noch die Holzhammer-Methode der Freiheitlichen haben uns weiter gebracht, vielmehr ist Wels beim Thema sogar weiter zurück gefallen. Die Deutsch ist Pflicht-Parole der FPÖ scheint mehr Ablehnung hervorzurufen denn Motivation zu sein.“
Was fehle, sind niederschwellige Angebote wie Stadtteilprojekte oder Deutschkurse in Sportvereinen oder Jugendzentren, von denen es den Grünen zu Folge ohnehin zu wenig mit noch dazu dürftigen Öffnungszeiten gäbe. Oft sei der Rückzug in die eigene Community die Folge. Die Absonderung der Schüler mit mangelhaften Deutschkenntnissen sei ebenso zu hinterfragen. „Kinder lernen am besten von anderen Kindern“, so Rammerstorfer.
Schon der Integrationsbericht 2017 bescheinigte Wels eine „ausgeprägte ethnische Segregation“, überzeichnend auch Ghettobildung genannt, seither sei die Stadt Rammerstorfer zu Folge „weiter zu schnell gewachsen. Die Infrastruktur, insbesondere auch die soziale, kommt nicht mehr mit.“
Beim Wachstum und Zuzug solle die Stadt generell auf die Bremse steigen, meinen die Grünen.

