StartPolitikGrüne: Viel verschwendete Energie für Antrags-Show zu Stromkosten

Grüne: Viel verschwendete Energie für Antrags-Show zu Stromkosten

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Gleich drei Anträge, mit denen die Stromkosten gesenkt werden sollen, und eine noch unklare Anzahl an Abänderungsanträgen dazu werden im Gemeinderat diskutiert. Ein Initiativantrag der SPÖ fordert „günstigere Stromkosten für alle“, umgesetzt durch „die zuständigen Gremien“. Dazu kommt ein gemeinsamer Antrag von FPÖ, SPÖ, ÖVP und MFG für einen „einmaligen Energiezuschuss“ und zum Drüberstreuen fordern FPÖ und ÖVP noch, dass die „Wels Strom“ prüfen soll, ob „eine merkbare Strompreissenkung im ersten Halbjahr 2026“ möglich ist.

Das Vorgehen der Fraktionen löst bei manchen anderen dezentes Stirnrunzeln aus. „Wesentlich effektiver wäre es, wenn sich alle Fraktionen mit der EWW bzw. Wels Strom an einen Tisch setzen und besprechen würden, was sinnvoll und möglich ist“, so Umwelt- und Klimastadtrat Thomas Rammerstorfer, „die Antrags-Show ist wohl eher schon dem Vorwahlkampf geschuldet, nicht dem Wunsch nach effektiven Verbesserungen für die Menschen.“

Nichtsdestotrotz haben die Grünen die Begehren ernsthaft geprüft, so Rammerstorfer, wobei der Antrag der SPÖ ein paar Unklarheiten enthält und man hier die Diskussion abwartet. Einen Energiekostenzuschuss werde man jedenfalls unterstützen, allerdings wünscht man sich hier erstens eine Erweiterung des Kreises an Bezugsberechtigten und zweitens eine Erhöhung von 100.- auf 200.- Euro. Das wird man mittels Abänderungsanträgen zur Abstimmung einbringen. 

Der von FPÖ und ÖVP eingebrachte Antrag, die „Wels Strom“ solle prüfen, ob eine Preissenkung möglich ist, sorgt für Schmunzeln bei Rammerstorfer: „Wir sind Mehrheitseigentümer der Wels Strom. Wenn ich von denen was wissen will, greife ich zum Telefonhörer, dazu brauchts keine Erlaubnis vom Gemeinderat.“ Dass eine Preissenkung möglich ist, sei aber ohnehin klar, so der Grünen-Stadtrat mit Blick auf die aktuellen Nachlässe bei Verbund, Energie Steiermark oder EVN. Die EWW bzw. Wels Strom werde hier „allein schon aus marktwirtschaftlichen Überlegungen und ganz ohne Empfehlungen aus der Politik“ nachziehen müssen.

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