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Suspendiertenbegleitung: Positive erste Jahresbilanz

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Seit September 2024 gibt es in Wels das Projekt Suspendiertenbegleitung, kurz SUS. Es wurde von der Schulsozialarbeit (fünf Sozialarbeiterinnen, zwei Sozialpädagoginnen) ins Leben gerufen. Diese begleiten Kinder und Jugendliche während einer Suspendierung und bei längerfristiger Schulabstinenz. Wels-Stadt ist damit einer der ersten Bezirke in ganz Österreich.

Dabei geht es nicht nur um Betreuung, sondern auch darum, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen, Lerninhalte nachzuholen, den Kontakt trotz Suspendierung zur Schule zu halten und bei einer Schulabstinenz schrittweise wieder an das Schulsystem herangeführt zu werden. Die Arbeit stützt sich auf das Konzept der „Neuen Autorität“ von Haim Omer und unterliegt den Prinzipien Präsenz, Verantwortung, Unterstützung und Vernetzung. Damit werden nicht nur kurzfristige Lösungen für suspendierte Schüler geschaffen, sondern auch nachhaltige Perspektiven für jene Kinder und Jugendlichen eröffnet, die seit mindestens einem Monat die Schule nicht besucht haben.

Seit dem Projektstart konnten bereits 30 suspendierte Kinder und Jugendliche betreut werden, fünf davon zwei Mal und eine Person sogar vier Mal. Ergänzend wurden 16 Schüler im offenen Nachmittagskonzept unterstützt. Zusätzlich fanden thematische Projektgruppen zu Ernährung, Kochen und Konzentration statt, an denen 14 Kinder und Jugendliche teilnahmen.

Der Vorteil der Suspendierungsbegleitung liegt vor allem darin, dass Kinder und Jugendliche während einer Suspendierung nicht sich selbst überlassen bleiben, sondern kontinuierlich – auch nach der Suspendierung im Schulalltag durch die Schulsozialarbeiterinnen – begleitet werden. Dadurch verlieren sie nicht den Anschluss an schulische Inhalte, werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt und können Schritt für Schritt lernen Verantwortung zu übernehmen

Gleichzeitig profitieren auch die Schulen, die durch das Projekt entlastet werden und auf eine professionelle Unterstützung zurückgreifen können. Auch die Entlastung der Eltern ist ein wesentlicher Punkt: Durch den Beziehungsaufbau mit ihnen wird Vertrauen geschaffen, und es kann bei Bedarf Hilfe und Unterstützung angeboten werden. Langfristig trägt SUS damit dazu bei, konstruktiv zusammenzuarbeiten, den Schulerfolg zu sichern und Bildungschancen zu erhalten.

Bild: Stadt Wels

Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger:Mit diesem Projekt setzt Wels ein starkes Zeichen und nimmt einmal mehr eine Vorreiterrolle ein. Mit großem Engagement konnte unser Team in ausgezeichneter und enger Zusammenarbeit mit den Schulpsychologen und der Bildungsdirektion bereits 30 Kinder seit dem Start individuell betreuen. Jede Schülerin und jeder Schüler verdient Unterstützung – gerade dann, wenn der schulische Weg vorübergehend ins Wanken gerät. Diese Initiative stärkt nicht nur den Bildungserfolg, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes.“


Die Grünen Wels begrüßen das Projekt Suspendiertenbegleitung ausdrücklich und gratulieren den engagierten Team der Schulsozialarbeit, die es mit viel Engagement und Fachwissen ins Leben gerufen haben.

Bild Markus Faber: Die Welser Grünen

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