StartAktuellWelser Tiergarten lässt Luchshaltung vorerst auslaufen

Welser Tiergarten lässt Luchshaltung vorerst auslaufen

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Abschied nehmen heißt es im Tiergarten von einem Publikumsliebling: Luchskater „Burli“ musste mit 19 Jahren eingeschläfert werden. Wenn ihm die verbliebene ein Jahr ältere Kätzin „Fuchur“ in den Katzenhimmel nachfolgt, ist dies das vorläufige Ende der Welser Luchshaltung.

Die Lebenserwartung freilebender Luchse ist mit 16 Jahren deutlich kürzer als in Zoos, wo sie bei 20 Jahren liegt. „Burli“ war also ein alter Kater, der in den vergangenen Wochen zunehmend appetitlos und deshalb stark abgemagert war. Auch Kätzin „Fuchur“ hat gelegentlich Schwächeanfälle, besonders bei heißem Wetter. Deshalb wurde ihr vor nur einem Monat Cortison und ein Aufbaupräparat verabreicht. Es ist wahrscheinlich, dass auch ihr irdisches Dasein bald ein Ende nehmen wird. Das Gehege wird dann nicht mehr mit neuen Luchsen nachbesetzt. Es entspricht zwar der 2. Tierhaltungsverordnung, ist aber für junge Luchse mit großem Bewegungsdrang keineswegs optimal.

Bild: Stadt Wels

„Burli“ kam als einjähriger Kater vom Cumberland Wildpark Grünau nach Wels und lebte dort mit der aus dem deutschen Wildpark Ortenburg stammenden „Fuchur“. Das Paar zeugte acht Junge, die an andere Zoos vermittelt wurden. Burli war ein verspielter, herzensguter Vater, den man problemlos bei seinen Jungen lassen konnte, obwohl Kater und Kätzin in der Wildbahn einzelgängerisch sind.

Geöffnet ist der Welser Tiergarten ganzjährig bei freiem Eintritt noch bis Mitte Oktober von 07:00 bis 19:45 Uhr und dann wieder bis Mitte März von 08:00 bis 16:45 Uhr. Am Freitag, 29. August ist am Vormittag zur Vorbereitung des ab 13:00 Uhr startenden großen Tiergartenfestes geschlossen, Details dazu folgen zeitgerecht. Nähere Infos finden Interessierte unter wels.at/tiergarten sowie zum Verein „Freunde des Welser Tiergartens“ unter www.tiergartenfreunde.at im Internet.

Stadtrat Thomas Rammerstorfer (Tiergarten): „Die Entscheidung, vorerst keine neuen Luchse mehr zu halten, ist mir nicht leichtgefallen. Aber neben Erhaltungszucht und Publikumswirksamkeit müssen wir auch das Tierwohl im Auge behalten. Und das ist in größeren Anlagen wie dem Wildpark in der Grünau deutlich besser gegeben. Dort leben auch Nachkommen unserer Luchse Fuchur und Burli.“ | Bild: Die Welser Grünen

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