In den Städten unseres Landes wie auch im Rest der Republik vermag man das E-Biker-Unwesen nicht mehr länger zu ignorieren. Deshalb soll jetzt durchgegriffen werden.

Mit der zunehmenden Zahl an E-Mopeds und E-Scootern sowie Elektrofahrrädern und rüpelhaften Radlern ist es auch im Straßenverkehr von Wels und erst recht auf den oft mit viel Krampf geschaffenen Radwegen der Stadt schon ziemlich gefährlich geworden. Der Rest der Verkehrsteilnehmer ist mitunter oft recht verzweifelt.
Dass Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) die E-Mopeds nun bis spätestens Herbst in ganz Österreich von den Radwegen verbannen will, ist zumindest ein Lichtblick, erfährt der Wels-Report bei einer Blitzumfrage von Passanten in den Straßen unter dem Lederturm.
Hankes Vorstoß, so ist weiter zu hören, werde auch von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker begrüßt, zumal es für E-Moped-Lenker künftig auch eine Versicherungs- und Kennzeichenpflicht für ihr Gefährt geben soll.
Nach Hafeneckers Auffassung haben aber auch die viel zu breiten Lastenräder auf Radwegen nichts zu suchen. Eine Helmpflicht für E-Mopedfahrer – wie von Hanke ebenfalls gewollt – lehnen die Freiheitlichen allerdings ab. Dies sollten, so heißt es, die mündigen Bürger schon für sich selbst entscheiden dürfen. Man müsse nicht alles reglementieren.
Das gilt auch für die von den Verkehrsklubs diskutierte Helmpflicht für E-Biker, die tödliche Ausgänge von Unfällen auch nicht immer zu verhindern vermögen. Im Vorjahr kamen im Bundesgebiet 20 E-Biker ums Leben, fünf davon in Oberösterreich. Vier der tödlich verletzten Fahrer – das sind 80 Prozent – haben einen Helm getragen.
Ginge es nach den von uns befragten Welsern sollten E-Biker und E-Scooter-Lenker wie auch Radfahrer aller Art künftig und vor allem gut sichtbare Kennzeichen an ihren Gefährten anbringen müssen, um die Rowdys unter ihnen auch feststellen zu können. Denn diese flitzten oft gefährlich schnell durch die Fußgängerbereiche und auch über Zebrastreifen, über die sie ihre Räder eigentlich schieben müssten. Dadurch käme es oft zu gefährlichen Situationen.
„In solchen Momenten ist dann nie Polizei präsent“, ärgert sich eine Betroffene, die von einem E-Scooter-Fahrer einmal fast schon über den Haufen gefahren worden wäre. „Vielleicht sollten unsere Polizeibeamten wieder mehr Fußstreifen gehen, so wie früher, anstatt nur mit den Autos durch die Stadt zu fahren.“

