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Marchtrenk übernimmt Seniorentransport

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Stadt Marchtrenk übernimmt Seniorentransport

Budgetkürzungen des Landes Oberösterreich haben ein schnelles Eingreifen der Stadt erfordert, um den Transport der betroffenen Marchtrenker Senioren zum Tageszentrum aufrecht zu erhalten.

Im Bezirksalten- und Pflegeheim Marchtrenk wird neben der stationären Pflege auch das Tageszentrum Sonnenschein für Senioren mit Betreuungs- und Pflegebedarf sowie ein Demenzzentrum betrieben. Diese wichtigen Einrichtungen sollen einerseits pflegende Angehörige entlasten, andererseits eine stationäre Heimbehandlung hinauszögern oder auch gänzlich vermeiden. Spezifische Lernprogramme und gemeinschaftliche Aktivitäten sorgen für die Aufrechterhaltung alltagspraktischen Fähigkeiten und die Stärkung der psychischen Gesundheit. Wenngleich ein Tageszentrum oft auf die gesellschaftliche Beschäftigung reduziert wird, steckt viel mehr dahinter. Durch den Erhalt der körperlichen und geistigen Fitness lassen sich hohe Kosten im Pflegebereich vermeiden und das in Zeiten des Pflegenotstands. Die volkswirtschaftlichen Vorteile einer solchen Einrichtung überwiegen und entlasten zudem die angespannten Budgets der öffentlichen Hand.

„Soziale Kälte immer spürbarer“

Durch Budgetkürzungen des Landes Oberösterreich konnte das Rote Kreuz, die bislang für den Seniorentransport in Marchtrenk zuständig waren, diesen nicht mehr durchführen. Dieser Umstand hat dazu geführt, dass Bürgermeister Paul Mahr durch Anrufe besorgter Angehöriger erfahren hat, dass der finanzielle Zuschuss für die Beförderung zum Tageszentrum und zur Demenzbetreuung eingestellt wurde. Auf einem Schlag konnten die überwiegend betagten, jedoch rüstigen Senioren das Angebot nicht mehr wahrnehmen. Bürgermeister Mahr und das Team der Stadtgemeinde stellten in kürzester Zeit einen Shuttle Service, mit dem E-Bus, auf die Beine. „Mich erschreckt, dass die soziale Kälte immer spürbarer wird, auch in unserem direkten Umfeld. Wir als soziale Stadt können zwar einiges davon auffangen, aber nicht alles.

Und auch unsere personellen und finanziellen Ressourcen sind begrenzt“, zeigt sich der Marchtrenker Bürgermeister einerseits stolz auf die gesetzte Aktion und blickt andererseits jedoch ebenso besorgt in die Zukunft.

Fotocredit: Stadtgemeinde Marchtrenk

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