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Galerie der Stadt Wels mit Expressionismus-Jahr

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2025 war das erste vollständige Jahr der Galerie der Stadt Wels an ihrer neuen Adresse am Minoritenplatz 4 im Schießerhof. Das Haus hat sich etabliert, das stimmungsvolle Ambiente und die Qualität der gezeigten Ausstellungen stoßen auf großen Anklang. Die inhaltliche und programmatische Neuaufstellung des Hauses unter Leiterin Mag. Karin Zorn wird auch 2026 ihre Fortsetzung finden.

Ausstellungen

Die erste Ausstellung 2025 war mit Aloys Wach und Esteban Fekete der Kunst des 20. Jahrhunderts zwischen und nach den Weltkriegen gewidmet. Sie vereinte das expressionistische Frühwerk des in Lambach geborenen Aloys Wach mit den einzigartigen Farbholzschnitten von Esteban Fekete, der 1948 aus Ungarn nach Deutschland emigrierte. Die in Gmunden geborene Anna Steinhäusler – eine junge zeitgenössische, in Wien lebende Künstlerin – überzeugte die Galeriebesucher in der Sommerausstellung mit ihren ausdrucksstarken, figurativen Menschen- und Naturdarstellungen. Dem Innviertler Maler und Grafiker Hans Plank (1925-1992) widmete die Galerie im Rahmen ihrer Herbst-Winterausstellung eine umfassende Schau ausgewählter Ölgemälde, Aquarelle und Holzschnitte. Mit seinen Werken repräsentiert er den ungetrübten Gestaltungswillen nach Kriegsende im vorigen Jahrhundert.

„Ausstellungsansicht Oberer Saal“ | (c) Stadt Wels

2026 wird sich die Galerie dem Thema Expressive Malerei des 21. Jahrhunderts widmen. Im Fokus steht die zeitgenössische Weiterentwicklung dieser Anfang des vorigen Jahrhunderts begründeten Richtung (Künstlergruppen „Brücke“ und „Der Blaue Reiter“).

Die Ausstellungseröffnung von Nikita Knikta am Donnerstag, 22. Jänner bildet den Auftakt: Knikta, 1979 in Moskau geboren und 2019 tödlich verunglückt, absolvierte 1999 bis 2005 sein Kunststudium an der Münchner Akademie der Bildenden Künste bei Prof. Jerry Zeniuk. Seinen Handzeichnungen und Ölgemälden gegenüber eröffnet sich eine Dimension, die über eine herkömmliche kunsthistorische Kategorisierung hinausgeht. Es folgt ab Mitte Mai eine Werkschau von Lydia Dürr. 1961 in Waidhofen an der Thaya geboren, absolvierte sie 1981 bis 1987 ihr Kunststudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Walter Eckert und Prof. Markus Prachensky. Sie tritt weitgehend zurück von dem „wie es sich zu malen gehört“, sie „lauscht ihren Impulsen und zitiert sie“. Die Herbstausstellung wird schließlich mit dem bildenden Künstler Sebastian Gollub den Reigen expressiver Maler des 21. Jahrhunderts vervollständigen. 1970 in Hamburg geboren, folgt Gollub in seiner Malerei ebenso konsequent der Bewegung des inneren Gehörs. Es entsteht eine malerische Artikulation als Weiterentwicklung der „Farbe-Ton Forschung“ der Expressionisten im 20. Jahrhunderts im Sinne einer „Farbe-Wort Forschung“.

Begleitend zu den Ausstellungen erscheint jeweils ein Katalogheft, die Reihe ist an der Kasse im Stadtmuseum Burg und Minoriten käuflich zu erwerben! 

Atelier

Begleitend zu den Ausstellungen bietet die Galerie im Atelier interessierten Menschen die Möglichkeit, selbst künstlerisch tätig zu sein. Angeboten werden der Atelierfreitag (regelmäßiges Malen in Kleingruppen im Rahmen einer Ateliersituation), der Galeriesommer unter freiem Himmel (Montag, 20. bis Freitag, 31. Juli) und die Sommerakademie Holzschnitzen.

Neben dem laufenden Thema „Von der Zeichnung zur Farbe“ wurden im Atelierfreitag bereits zwei Projekte zum Thema raumbezogene malerische Gestaltung umgesetzt. Dabei wurde ein für den jeweiligen Ort passendes Thema gefasst und dann gemeinsam umgesetzt. Eigens für die städtische Volkshochschule Noitzmühle (Föhrenstraße 13) und das von der Stadt unterstützte Kinderschutzzentrum Tandem (Dr.-Koss-Straße 2) sind Gemälde zu den Themen „Die vier Elemente“ sowie „Norden-Osten-Süden-Westen“ entstanden. Als Dauerausstellung trägt diese malerische Gestaltung zu einer positiven Atmosphäre in den Räumlichkeiten bei.

Kooperationen

Die Jugendgalerie GoPublic ist eine Ausstellungsreihe für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 25 Jahren. Sie unterstützt in Kooperation mit den MKH-Studios (Pollheimerstraße 17) junge Talente dabei, ihre künstlerische Tätigkeit erstmals in der Öffentlichkeit zu präsentieren und so wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Die Ausstellungen finden wechselweise in den Foyers der Galerie und der MKH-Studios statt. 2025 präsentierte die zwölfjährige Emilia Bertolo ihre feinen Zeichnungen und Aquarelle, und die 18-jährige Arijeta Salihi stellte unter dem Titel „Wasser trägt Erinnerungen“ Reiseaquarelle mit vor Ort zu Papier gebrachter Architektur und Landschaften vor.

Unter dem Motto „Galerie meets Kino“ nimmt das Programmkino (Pollheimerstraße 17) regelmäßig Filme mit konkretem Kontext zu den in der Galerie präsentierten Ausstellungen und Künstlern ins Programm. 2025 wurden „Aus dem Nichts“ von Angela Summereder aus dem Jahr 2015 und der japanische Animationsfilm „Prinzessin Mononoke“ aus dem Jahr 1997 gezeigt.

Im Rahmen der jährlichen Ateliermatinee präsentiert die Galerie im malerischen Garten des Kornspeichers (Freiung 15) eine feine Auswahl der in den Sommerkursen entstandenen Werke. In Kooperation mit dem Theater Kornspeicher lädt die Galerie heuer am Samstag, 12. September wieder zu einem stimmungsvollen Auftakt in den Herbst ein!

Allgemeines

Geöffnet ist die Galerie der Stadt Wels genauso wie das Stadtmuseum Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr, Samstag von 14:00 bis 17:00 Uhr und Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr. Am Montag ist generell geschlossen. Weitere Informationen – wie etwa Details zu den einzelnen Künstlern und Ausstellungen, Anmeldungen zu Kursen etc. sind unter wels.at/galerie im Internet zu finden. Darüber hinaus steht Galerieleiterin Mag. Karin Zorn per E-Mail unter galerie@wels.gv.at oder unter Tel. +43 660 915 80 79 gerne für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

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