StartAktuell125 Jahre Almtalbahn: Welser Grüne fordern Modernisierung statt Stillstand

125 Jahre Almtalbahn: Welser Grüne fordern Modernisierung statt Stillstand

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43 Kilometer Schienenstrang verbinden die Stadt Wels mit dem idyllischen Almtal. Zum 125-jährigen Jubiläum der traditionsreichen Bahnstrecke feierten die Welser Grünen den Geburtstag der „Almi“ direkt am Bahnsteig – sparten dabei aber nicht mit deutlicher Kritik an aktuellen Schwachstellen.

Bild (c) Die Grünen Wels

Ein süßes Jubiläum mit bitterem Beigeschmack

Die Geschichte der Strecke begann 1893 mit dem ersten Teilabschnitt nach Sattledt. Am 23. Mai 1901 folgte der Lückenschluss bis zum Bahnhof Grünau. Dieses historische Datum nahmen die Welser Grünen zum Anlass, um Lokführer und Fahrgäste mit einem Geburtstagskuchen zu überraschen. Doch hinter der feierlichen Stimmung verbirgt sich eine anhaltende politische Debatte über die Zukunft der Regionalbahn.

Kritik an Sommersperren und Forderung nach Ausbau

Obwohl akute Schließungspläne vorerst vom Tisch sind, drängt die grüne Verkehrssprecherin Miriam Faber auf rasche Investitionen. Die Welser Gemeinderätin sieht dringenden Handlungsbedarf, um die Strecke zukunftsfähig zu machen.

Die Kernforderungen der Grünen im Überblick:

  • Rasche Elektrifizierung: Weg von fossilen Antrieben hin zu einem modernen, umweltfreundlichen Bahnbetrieb.
  • Dichtere Taktung: Ein verlässlicher Fahrplan, der den Umstieg vom Auto auf die Schiene attraktiviert.
  • Mehr Platz für Fahrräder: Ausreichend Kapazitäten für die Radmitnahme, um Pendler und Ausflügler optimal zu bedienen.

Besonders die jährliche Infrastrukturpolitik der ÖBB stößt Faber sauer auf: „Es kann nicht sein, dass die Strecke jeden Sommer für zwei Monate komplett gesperrt wird. Damit ruiniert man mutwillig den boomenden Radtourismus in der Hauptsaison.“

Trotz der aktuellen Hürden blicken die Welser Grünen optimistisch auf das traditionsreiche Verkehrsmittel. „Die Almi wurde in der Vergangenheit oft totgesagt. Sie ist aber lebendiger denn je und wird das auch die nächsten 125 Jahre bleiben“, zeigt sich Faber kämpferisch. Für eine erfolgreiche Zukunft müsse die Politik nun jedoch die Weichen richtig stellen.

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