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Gelungene Wiederentdeckung

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„Das gelobte Land“ begeisterte in Wels

Ein vergessenes Werk feiert ein starkes Bühnen-Comeback
Nach einer fulminanten Premiere und erfolgreichen ersten Spieltagen setzt das Theater Vogelweide in Wels die Aufführungen des Stücks „Das gelobte Land“ von Susanna Germano fort. Unter der Regie von Franz Strasser erlebt das seit über 25 Jahren nicht mehr gespielte Werk eine eindrucksvolle, zeitgemäße Neuinterpretation.

Das Publikum zeigte sich begeistert von der intensiven Inszenierung, die Fragen nach Zugehörigkeit, Hoffnung und gesellschaftlichem Wandel aufwirft. Noch fünf weitere Vorstellungen bieten die Gelegenheit, dieses anregende und nachdenklich stimmende Theatererlebnis live zu erleben.

Liebe, Gier und die Suche nach Gerechtigkeit

Aram, seine Frau Sara und auch Arams Neffe Lot leben im „gelobten Land“ – die Zeitebene schwenkt im Laufe der Handlung unvermittelt vom 20. Jahrhundert in die biblische Zeit und wieder zurück. Die Bewohner Sodoms, Lots Heimatstadt, haben Gott erzürnt, es soll zerstört werden. Die zentrale Figur Aram bittet den „feindlichen Militärführer“, respektive Gott, wenigstens Lot, den Gerechten, mit seiner Familie zu verschonen. Doch diese Bitte setzt ein Karussell von Fragen in Gang: Welche Geheimnisse verbergen sich hinter Lots gerechter Fassade? Soll auch Masor, der Liebhaber von Lots Frau, gerettet werden? Wie gerecht ist der Mensch?

Im Mittelpunkt von „Das gelobte Land“ stehen die großen Gegensätze menschlicher Existenz – Liebe und Gier, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Die Liebe – zu Gott – ebenso wie jene zwischen Michol und Masor – ist Antrieb und zugleich Verhängnis. Sie gibt Hoffnung und zerstört, sie fordert Mut und kostet am Ende alles.

Unter der einfühlsamen Regie von Franz Strasser entstand hier eine Neuinterpretation, die die zeitlose Aktualität des Stoffes betont. Die eigens für diese Inszenierung komponierte Musik stammt von Peter Strasser, der mit seinen Klangbildern den emotionalen Kern des Dramas unterstreicht.

„Uns hat fasziniert, wie sehr ‚Das gelobte Land‘ trotz seiner biblischen Bilder von unserer Zeit erzählt“, sagt Regisseur Franz Strasser. „Es geht um Macht, Liebe, Verrat – um alles, was Menschen groß und zugleich verletzlich macht.
„Ich war tief beeindruckt – von der eindringlichen Geschichte, den großartigen Darstellerinnen und Darstellern und der feinfühligen Inszenierung,“ erzählt eine Besucherin nach der Premiere. „Man spürt, mit wie viel Herzblut dieses Stück auf die Bühne gebracht wurde.“

Weitere Vorstellungen:

Freitag, 14.11.2025, 19:30 Uhr
Samstag, 15.11.2025, 19:30 Uhr
Sonntag, 16.11.2025, 15:30 Uhr
Freitag, 21.11.2025, 19:30 Uhr
Samstag, 22.11.2025, 19:30 Uhr

Kartenreservierungen über die Homepage: www.theater-vogelweide.at

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