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Welche Essensempfehlung hätte Karl Nehammer heute für die Armen?

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Auch die Preise bei „Burger-Bratern“ sind gestiegen

Sollte Karl Nehammer (ÖVP), der heutige Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB)mit seinen Ratschlägen ebenso danebenhauen wie noch vor zwei Jahren, dann könnte es nicht nur um den Weiterbestand der EIB, sondern sogar der EU schlecht bestellt sein.

Wir erinnern uns? Hungern müsse in unserem Land kein Kind. Denn einen „Hamburger“ bei McDonalds könnten sich auch die Ärmsten der Armen für ihre Sprösslinge leisten, tönte im Herbst 2023 der damalige österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer und rechnete vor: „Der Burger kostet 1,40 Euro und mit einer Portion Pommes bezahlt man dann 3,50 Euro.“ Das müsse doch auch bei den ärmeren Leuten drinnen sein, glaubte er.

Fast zwei Jahre später geht diese Rechnung der intellektuellen ÖVP-Geistesgröße, die auf Grund ihrer „hervorragenden Leistungen“ als vom Volk ungewollter österreichischer Staatslenker mit dem Posten des Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank belohnt wurde, nicht mehr auf.

Zwar ist der „Hamburger“ bei McDonalds zwischenzeitlich „nur“ um zehn Cent teurer geworden, doch davon allein wird kein Kind satt. Nimmt man daher noch eine kleine Portion Pommes dazu, sind bei McDonalds insgesamt 3,80 Euro zu berappen und bestellt man statt einen nackten Burgers ein etwas üppiger belegtes Produkt (ohne Pommes) sind dafür schon mindestens 5,90 Euro zu bezahlen.

Ob man davon ein Kind satt bekommt? Für Nehammers Essensempfehlung – einen „nackten“ Burger und Pommes – muss man heute schon 3,80 Euro zahlen. | Foto: Guggenbichler

Bei „Burger King“, wo die „Hamburger“ etwas größer wie bei McDonalds sind, wird für die einfache Version 2,20 Euro verlangt. Ist der Hunger des Kunden noch größer und er bestellt sich vielleicht einen „Gutav Garlic Double“-Burger mit einer Portion Pommes und einer Cola ist er 18,70 Euro los! Dafür bekommt man in einem gutbürgerlichen Gasthaus wie dem Oberndorfer in Schmieding schon ein frisch gekochtes Menü.

Ich bin überzeugt, dass der nun in Luxemburg tätige Nehammer, dort zum Speisen keine McDonald-Filiale aufsuchen muss, weil es hervorragende Restaurants in diesem kleinen Land gibt, welche sich der ehemalige Kanzler für sein derzeitiges Monatssalär von etwa 30.000 Euro locker leisten kann.

Aber welche Ernährungsmethode und welche Lokalitäten würde Nehammer heute für die Kinder von Wenigverdienern empfehlen? Auch die Fleischabteilungen der Supermärkte wären kein guter Tipp mehr, da man auch dort heute keine Leberkäsesemmel mehr für 1,40 Euro erhält. Blieben also nur noch die diversen „Tafeln“, wo es gekochtes Essen um einen Euro gibt.

Interessanterweise sind die Preise in der gehobenen Gastronomie gesunken, da man heute in solchen Lokalen günstiger Essen kann als noch in der Zeit vor Corona, wie ich erst kürzlich bei einem Besuch im Restaurant Jamek in Joching (Wachau) feststellen konnte.

Die Letzten beißen eben auch heute noch die Hunde, wie alle wissen und womit die Bedürftigen gemeint sind. Doch die Regierungspolitiker von ÖVP, SPÖ und Neos schauen seelenruhig und tatenlos dabei zu, wie für die Masse der kleinen Leute weiterhin alles teurer wird, während sie selbst wie die Könige speisen.

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