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Die Welserin | Mai

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Unsere Welserin des Monats Mai stellt sich vor:
Mein Name ist Victoria Orehounig und ich bin 27 Jahre alt. Seit eh und je gehöre ich zu der Sorte Mensch, die immer wieder gerne etwas aus der Reihe tanzt.

Angefangen hat das schon in der frühen Kindheit, als Barbiepuppen mit ihren süßen Kleidchen bei mir nicht mit Zuneigung und Behutsamkeit aufgenommen wurden, sondern beinahe in Rekordzeit in der Ecke wiederzufinden waren. Hohe Schuhe, Mode, Make-Up, Lippenstift, Eye-Liner und all das Mädchenzeug waren für mich auch später absolut kein Thema. Es waren andere Dinge, die mich in der späten Kindheit begeisterten. Ich fühlte mich wohl, wenn der Geruch von verbranntem Benzin in der Luft lag und sich schmieriges Motoröl auf meinen Händen breit machte. Mit etwa zwölf Jahren konnte ich kaum die Finger von schmutzigen und stinkenden Fahrzeugteilen lassen, ich verschwand regelrecht im Motorraum, sodass mich mein Vater einmal beinahe darin vergessen hätte. Auch für ihn war es nicht zu übersehen, welch unfassbare Begeisterung technische Dinge in mir hervorriefen.

Nach und nach wurde ihm klar, dass sein Mädchen in die HTL muss. In der Höheren Technischen Lehranstalt in WELS, damals die Männer-, besser Burschendomäne schlechthin. Doch die Entscheidung war gefallen, nichts mehr konnte mich davon abbringen und ein wichtiger Meilenstein in meinem bisherigen Lebenslauf war gesetzt. Schlussendlich entschied ich mich für den Fachbereich Mechatronik – eine meiner besten Entscheidungen meines noch jungen Lebens. Ich war ein schüchternes Mädchen, die große Überzahl an Burschen trug dann noch ihren Teil bei und ich hielt mich meist im Hintergrund auf.

Ich mauserte mich zu einer selbstbewussten und zielstrebigen Frau heran, die weiß, wie man sich in einer von Männern dominierten Branche durchzusetzen. Auf eine liebe und charmante Art und Weise natürlich. Im vorletzten Schuljahr wurde ich dann sogar zur Schulsprecherin gewählt und hatte ein Jahr lang das Zepter in der Hand. Unglaublich gerne denke ich an diese turbulente und schöne Zeit zurück die ich in Wels erleben durfte.

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